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26 Wohnungen sollen auf diesem Grundstück an der Ecke Adalbert-Stifter-Straße/Buchenweg entstehen.

Ausschuss segnet Neubauprojekte ab

Fast 60 neue Wohnungen

Geretsried - Der Bauboom in Geretsried hält an: Drei Neubauprojekte mit insgesamt 57 Wohnungen hat der Bauausschuss am Dienstagabend auf den Weg gebracht.

Das Grundstück ist abgeholzt, die Bautafel steht bereits: Unter dem Namen „Bucheneck“ plant der Bauträger Keval an der Ecke Adalbert-Stifter-Straße/Buchenweg ein Mehrfamilienhaus mit 26 Wohnungen.

19 Wohnungen sind auf diesem Grundstück an der Altvaterstraße 70 geplant.

Ursprünglich sollte das Gebäude nur dreigeschossig werden. Auf Anregung des Kreisbauamts hat sich der Antragsteller das Gebiet noch einmal genauer angeschaut, erklärte in der Sitzung Raimund Stumpfhauser vom Stadtbauamt. Tatsächlich gibt es in der unmittelbaren Nachbarschaft bereits mehrere viergeschossige Gebäude, weshalb auch Keval nun höher bauen will. Parallel zur Adalbert-Stifter-Straße ist nun ein viergeschossiger Baukörper geplant, was auch das Stadtbauamt für „durchaus angezeigt“ hält. „Das ist ein sehr innenstädtischer Bereich an einer Sammelstraße“, erklärte Stumpfhauser. Zum Buchenweg hin soll das Gebäude auf drei Geschosse abfallen, damit die dahinter liegende Bebauung „nicht erschlagen wird“. Nach der Stellplatzverordnung sind für die 26 Wohnungen 34 Parkplätze erforderlich. Sieben entstehen oberirdisch, 28 in einer Tiefgarage. Der Ausschuss hatte gegen das Vorhaben keine Einwände.

Auch entlang der Altvaterstraße wird weiter kräftig gebaut. Auf dem Grundstück mit der Hausnummer 70 plant der Eigentümer ein Mehrfamilienhaus mit 19 Wohnungen. Das Gebäude wird dreigeschossig und in der Mitte viergeschossig. Mit 24 Stellplätzen, davon 18 in einer Tiefgarage, wird das Soll mehr als erfüllt. Auch diesem Bauantrag stimmte der Ausschuss zu. Eine kleine Spitze konnte sich CSU-Stadtrat Ewald Kailberth allerdings nicht verkneifen. Vor dem Hintergrund, dass die Industriegemeinschaft Geretsried (IGG) eine Wohnbebauung auf dem ehemaligen Lorenz-Areal an der Elbestraße ablehnt, wollte er wissen, ob es auch an der Altvaterstraße ähnliche Konflikte geben könnte. Schließlich liegt gleich nebenan die Chemiefabrik Rudolf, die in der gleichen Sitzung die Einführung eines Drei-Schicht-Betriebs beantragt hatte. Laut Stumpfhauser sind jedoch „keine Einwände zu erwarten“: Das Grundstück Altvaterstraße 70 gehört dem IGG-Vorsitzenden und Geschäftsführer von Rudolf, Dr. Wolfgang Schumann.

Das dritte Neubauprojekt befindet sich an der Schlesischen Straße 4: Dort will die S+Z Hausbau GmbH zwei Mehrfamilienhäuser mit jeweils sechs Wohnungen und Garagen errichten – „eine angemessene Nachverdichtung“ aus Sicht des Bauamtes und auch des Ausschusses.

Sabine Schörner

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