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Passender Weise wurden beim Richtfest der Dreifachturnhalle Bälle in die Luft geworfen. 

Eröffnung soll im Herbst 2020 sein

Feierliches Richtfest der neuen Dreifachturnhalle

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Was lange währt, wird endlich gut: Nach mehr als zehn Jahren an Diskussionen und Planungen wurde am Montag das Richtfest der neuen Dreifachturnhalle begangen. 

Geretsried - Beim Richtfest der neuen Dreifachturnhalle am Montag gab es viele gute Nachrichten zu verkünden. Das Allerwichtigste: Dass sich auf der Baustelle bis dato kein Unfall ereignet hat. Dann: Dass hier erkennbar eine neue, moderne Sportstätte für das Schulzentrum und die Geretsrieder Sportvereine Gestalt annimmt, die viele Interessen befriedigen wird. Drittens: Dass die Kosten von 10,6 Millionen Euro sich gegenüber der Kostenrechnung nur minimal gesteigert haben – keine Selbstverständlichkeit bei der derzeitigen Konjunktur. Und vor allem: Dass der Hebauf überhaupt stattgefunden hat, schließlich redet und diskutiert man über die Halle schon seit weit über zehn Jahren, so mancher glaubte schon nicht mehr dran. Landrat Josef Niedermaier sagte mit einem Stoßseufzer: „Was lange währt, wird endlich gut.“

Im Inneren der neuen Halle spielte die Big Band des Geretsrieder Gymnasiums, unter anderem „Brass Attac“ von Larry Barton und „Mary Ann“ von Ray Charles. 

Auf das ganze Hin und Her in der Vergangenheit wollte der Landrat nicht mehr groß eingehen. Nur so viel: Wegen des Wechsels vom neun- zum achtstufigen Gymnasium und wieder zurück musste mehrmals umgeplant werden. „Wir als Sachaufwandsträger hatten hinterherzuhecheln“, sagte er. Dass das Bauamt mit den Kosten quasi eine Punktlandung hingelegt hat, kommentierte er mit den Worten: „Saugut geplant und das Glück des Tüchtigen gehabt.“ Ausdrücklich lobte er die Arbeiter der Firma Krämmel. „Das Richtfest ist das Handwerkerfest, das dürfen wir nicht vergessen.“

Voll das Lobes war auch Bürgermeister Michael Müller. „Wir kriegen eine wunderschöne Halle.“ Für ihn stehen die Gewinner jetzt schon fest, nämlich die Schüler und die örtlichen Sportvereine, die die 27 auf 45 Meter große Halle nutzen werden. Besonders erwähnte er die Tribüne für 224 Personen: „Hier hat der Kreis weit mehr getan, als eine Pflichtaufgabe erledigt.“ Sein Dank ging auch an die Anwohner, die die Baustelle seit der Grundsteinlegung klaglos ertragen.

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Schulleiter Christoph Strödecke verheimlichte nicht, dass der Bau der Dreifachturnhalle sowie die laufende Generalsanierung „eine Herausforderung“ darstellen. Stichwort Enge, Stichwort Lärm. Dennoch: „Es hat alles hervorragend funktioniert.“ Inzwischen bekomme man bei der Ansicht des fertigen Rohbaus eine konkrete Ahnung, was da wirklich entsteht.

Untermalt wurde der Festakt im Innern der Halle von der Bigband des Gymnasiums und der Zupferklasse der Realschule. Draußen erhob, auf dem Dach der neuen Halle stehend, Handwerker Xaver Länger sein Glas auf den Bauherrn, den Architekten sowie auf sein eigenes Handwerk, bevor er es in die Tiefe warf. Der Rohbau ist fertig. Eröffnung ist, geht alles gut, im Herbst 2020.

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