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Das duftet: Dana Weidner zeigt Ferienpass-Kindern, wie sie Schulstress wegschnuppern können.  

Riechen und schnuppern hilft 

Ferienpasskinder stellen Aromaöle gegen Schulstress her

Wie man mit selbst gemachten Aromaölen und Salben Schulstress lindern kann, das zeigte Kräuterpädagogin Dana Weidner im Rahmen des Ferienpasses kürzlich sieben Mädchen und Buben in der Aula der Karl-Lederer-Schule.

Geretsried – „Kopfweh ade“ hieß die erste Mixtur, die die Gruppe gemeinsam herstellte. Pfefferminzöl wurde mit ein wenig Alkohol vermischt und in einen kleinen Roll-On gefüllt. „Wenn ihr damit über den Nacken rollt, fühlt ihr euch gleich besser“, versprach Weidner. Ein erfrischender Duft erfüllte sofort den Raum.

Das Blütenkissen „Träum schön“ soll den Kindern beim Einschlafen helfen, wenn sie sich zum Beispiel wegen einer bevorstehenden Schulaufgabe Sorgen machen. Dafür brachte die Sozial- und Kräuterpädagogin eine ganze Reihe Schüsseln voller getrockneter Blüten mit: Lavendel, Rose, Ringelblume, Kamille und Zitronenverbene. Die Späne der Zirbe wirken ebenfalls beruhigend. Das Ganze wird mit zwei, drei Tropfen Öl aktiviert und in ein Organza-Säckchen gegeben – fertig ist das Gute-Nacht-Kissen. Wenn es mit der Zeit nicht mehr so intensiv riecht, lässt es sich mit etwas Lavendelöl wieder auffrischen.

Auch Bauchweh bekommen Schüler gerne einmal in Stresssituationen. Dagegen hilft ein Massageöl namens „Alles wird gut“. Es besteht aus Olivenöl, Mandelöl oder Traubenkernöl als Basis und einer geringen Menge ätherischer Öle wie Kamille-, Thymian- oder Vanilleöl. Je nach Geschmack konnten die Ferienpass-Teilnehmer ihre persönliche Mischung zusammenstellen.

Nebenbei erfuhren sie allerlei Interessantes. Sonnenblumenöl sei als Grundlage nicht so gut geeignet, weil es schnell ranzig werde, erklärte Weidner. Mandelöl besitze die gleiche Lipidstruktur wie das Hautfett und werde deshalb besonders gut aufgenommen. Traubenkernöl enthält viel wertvolle Linolsäure. „Ihr solltet zwischendurch ruhig mal Weintrauben mit Kernen essen. Auch wenn die Samenkerne etwas bitter schmecken, sie sind sehr gesund“, erklärte Weidner den Kindern. 

Tanja Lühr

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