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Mit Federn auf dem Kopf und Stiften in der Hand: Das Geretsrieder Mütterzentrum bot auch heuer ein Ferienprogramm an. In der Indianer-Woche wurde fleißig gebastelt. 

Ferienbetreuung

Ferienprogramm des Mütterzentrums: Auf Schatzsuche mit dem Stamm der Sioux

Bereits zum achten Mal bietet das Geretsrieder Mütterzentrum heuer ein Ferienprogramm an. Für die Indianerwoche hatten sich 12 Kinder angemeldet: Die schlossen sich zum Stamm der Sioux zusammen und erlebten viele Abenteuer.

Geretsried In Indianerkostümen rennt ein Dutzend Mädchen und Buben durch den Garten des Mütterzentrums an der Adalbert-Stifter-Straße und sucht nach Hinweisen auf den versteckten Schatz. Die gefundenen Buchstaben ergeben am Ende ein Lösungswort, das die Kinder im Grundschulalter zu einer Truhe mit Süßigkeiten führt. Aber vorher müssen sie es schaffen, sich auf leisen Sohlen an Betreuerin Lida Fischer, die in der Küche die Pizza fürs Mittagessen zubereitet, vorbeizuschleichen.

Zum insgesamt achten Mal bot das Geretsrieder Mütterzentrum (MüZe) heuer ein mehrwöchiges Ferienprogramm an. In der ersten Woche wurde gemeinsam gekocht, in der zweiten schlossen sich die Teilnehmer zum Stamm der Sioux zusammen und erlebten allerlei Abenteuer. Die Koch-Woche sei immer sehr beliebt, berichtet Caroline Smuda, die die halbtägige Ferienbetreuung mit Leah und Janina Kube sowie Korbinian Beigel, Jana Wurst und Lida Fischer leitete. „Wir haben Veggie-Burger und Schupfnudeln, Pfannkuchen und Marmelade gemacht“, erzählt sie. Zum Schluss durfte jeder der 23 Teilnehmer eine Brownie-Mischung mit nach Hause nehmen.

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Für die Indianer-Woche hatten sich zwölf Kinder angemeldet. Manche blieben auch die ganzen zwei Wochen, so wie die zehnjährige Lissy. „Meine Eltern müssen beide arbeiten. Deshalb bin ich seit vielen Jahren hier dabei. Am besten gefallen hat mir das Basteln“, sagt das Mädchen aus Achmühle und zeigt stolz einen Glücksbringer aus bunter Wolle, den sie über zwei über Kreuz gelegte Schaschlik-Spieße gewickelt hat. Die neunjährige Ronja aus Geretsried mochte am liebsten die „Büffeljagd“, also die oben beschriebene Schatzsuche sowie das Trommeln auf der Conga, das Leah Kube ihr beigebracht hat.

Glücksbringer, Büffeljagd und Trommeln

Leah und ihre Schwester Janina haben die Ferienbetreuung, die mit immerhin sieben Euro pro Stunde vergütet wird, von ihrer Mutter Melanie Kube, einer langjährigen engagierten Helferin im Mütterzentrum, übernommen. „Ich arbeite gerne mit Kindern, deswegen will ich auch Lehrerin werden“, sagt Leah. Korbinian Beigel ist ebenfalls in die Fußstapfen der Mama getreten. Ilse Beigel gehört zum „Inventar“ des MüZe. Caroline Smuda freut sich, dass nun die zweite Generation, die selbst in den verschiedenen Gruppen des MüZe groß geworden ist, Verantwortung übernimmt.

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Zum Team gehört seit einigen Jahren auch Lida Fischer. Anfangs kochten sie und ihr Mann nur einmal während der Koch-Woche Marmelade mit den Kindern. Inzwischen ist die ältere Dame so etwas wie die gute Seele des Feriengprogramms. „Wenn wir vor lauter Spielen und Basteln keine Zeit haben, in der Küche zu stehen, übernimmt Lida das für uns“, erzählt Smuda.

Die jungen Betreuer hätten auch gerne eine dritte Woche im MüZe gejobbt, doch die ist – anders als in den Vorjahren – heuer mangels Anmeldungen nicht zustande gekommen. „Das ist ungewöhnlich. Aber nächstes Jahr kann es schon wieder ganz anders aussehen“, meint Caroline Smuda.

tal

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