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Bedenklicher Wiederaufbau: Nach dem Erdbeben im Vorjahr, bei dem Millionen von Nepali ihr Zuhause verloren, sind erst 100 000 Häuser neu errichtet worden. 

Everest-Lhotse-Expedition 

Stauwarnung im Himalaja

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Großes vor hat im Wortsinn Frank Irnich: Er möchte Mitte/Ende Mai während einer Doppelexpedition zunächst den Mount Everest über die Südroute und anschließend den 8516 Meter hohen Lhotse besteigen. Derzeit trekkt der 55-Jährige in Richtung Basislager.

Geretsried/Kathmandu – Aus den Zeitungen in Kathmandu hat Irnich erfahren, was ihn und seine 15 Teammitglieder in dieser Saison am Berg erwarten könnte: fette Staus. „Es soll viel los sein am Berg“, sagt der Bad Heilbrunner. Wie er dem Rummel entgehen will: „Man muss halt schnell sein – und früh dran.“ Der Trubel war fast zu erwarten. 2016 hatte das große Erdbeben in Nepal abrupt die Bergsaison beendet. Die Regierung beschloss daraufhin, die in der Regel ein Jahr gültigen Permits für die Besteigung der 8.000er zu verlängern. Nun versuchen viele Alpinisten also erneut ihr Glück, darunter der Physiotherapeut Irnich, der in Geretsried eine Praxis führt.

Selfie in Kathmandu: Frank Irnich kurz nach seiner Ankunft in Nepal.

Die Spuren der Naturkatastrophe in dem armen Land, bei der rund 9.000 Menschen starben und Millionen ihr Dach über dem Kopf verloren, sind weiterhin sichtbar. „Die Zeitungen schreiben, dass erst knapp 100.000 Häuser wiederaufgebaut wurden“, berichtet der 55-Jährige. 525.000 würden noch fehlen. „Noch viel schlimmer ist aber, dass ein Drittel der neuen Häuser so schlecht gebaut ist, dass sie einem neuerlichen Erdbeben der gleichen Stärke nicht standhalten würden.“

Irnich befand sich selbst im Everest-Basislager, als die Erde bebte und mehrere Lawinen auslöste, die Teile des Camps verschütteten. Gemeinsam mit anderen Alpinisten barg er Verletzte und versorgte sie, bis sie mit Hubschraubern abtransportiert werden konnten. 

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