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Maibaum trotz Corona

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Geretsried: Geretsried: Maibaum trotz Corona
Da steht er: Unbekannte haben in der Freinacht einen Maibaum aufgestellt. © sh

Trotz dem Feierverbot steht auf dem Karl-Lederer-Platz seit Freitag ein kleiner Maibaum. Wer ihn aufgestellt hat, soll ein Geheimnis bleiben.

Geretsried – Jetzt hat Geretsried trotz Feierverbot einen kleinen Maibaum auf dem Karl-Lederer-Platz stehen (wir berichteten). Denn wegen der Corona-Pandemie wurden sicherheitshalber alle Maifeiern abgesagt. Das Mini-Exemplar wurde aber nicht wie jedes Jahr von der Egerländer Gmoi aufgestellt. „Wir haben damit nichts zu tun“, versichert der Vereinsvorsitzender Helmut Hahn auf Nachfrage unserer Zeitung.

Trotz Feierverbot: Maibaum auf dem Karl-Lederer-Platz

Mit der Stadt habe er vereinbart, aufgrund der Corona-Krise heuer auf den Brauch zu verzichten. Ein Problem sei es für ihn keines, dass Unbekannte der Gmoi Konkurrenz gemacht haben. Wer die Unbekannten oder der Unbekannte waren (zur Not hätte einer alleine das Stangerl tragen und aufbauen können) soll ein Geheimnis bleiben.

Egerländer Gmoi: „Wir haben damit nichts zu tun“

Der erste Verdacht unserer Zeitung fiel auf Ludwig Schmid, weil er die Neuigkeit auch als erster auf Facebook gepostet hatte. „Da war wohl ein Maibaum so frei und ist über Nacht vor dem Rathaus gewachsen“, schrieb der Geschäftsführer des Schmid-Bäck’ am frühen Morgen und fügte einen Smiley hinzu. Doch er weist jede Schuld von sich.

Er wisse, wer’s getan habe, aber er verrate es nicht. Wie damals, als über Nacht der GERETSRIED-Schriftzug auf dem seitdem „Hollywood-Kurve“ benannten Stück Wiese an der B11 gelegt wurde, sei auch der Maibaum als Freinacht-Scherz zu verstehen, erklärt Schmid. Auf einem Zettel am Stamm wird dies ebenfalls angedeutet. 

Ludwig Schmid weiß, wer‘s getan hat

Schmid hofft, dass die Stadt das Bäumchen trotz der Baustelle ringsherum im Mai stehen bleibt, so wie es der Egerländer Brauch ist. „Es ist doch super, dass ausgerechnet Geretsried als nicht typisch bayerische Gemeinde einen Maibaum hat“, findet der Bäcker.

Zu einer weiteren Aktion zum 1. Mai bekennt sich die Egerländer Gmoi sehr wohl: Die Gartenberger Bunkerblasmusik und einige befreundete Musikanten spielten erst auf dem Karl-Lederer-Platz und im Anschluss auf dem Neuen Platz. 

Gartenberger Bunkerblasmusik spielte in Geretsried

Mit dem „Mein Heimatland“ und den „Grüßen aus dem Egerland“ machten sie Bewohnern und Passanten zum Feiertag eine Freude. Durch die musikalische Darbietung aus den 20 Privatautos heraus, beziehungsweise vor ihnen stehend, konnte der Sicherheitsabstand eingehalten werden. Die Anwohner freuten sich und applaudierten aus den Fenstern und von den Balkonen.  

tal

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