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Wie ein Fisch im Wasser: Mädchen und Buben der Karl-Lederer-Grundschule nehmen an dem Projekt von DLRG und AOK teil. Das Foto zeigt die Schüler mit (hinten v. li.) Schwimmtrainer Niklas Meckesheimer, DLRG-Ortschef Maiko Alpers, Schwimmtrainer Romano Potrich, Rektorin Elke Goymann und Tarkan Demir von der AOK-Direktion in Bad Tölz.

Kooperationsprojekt

Geretsrieder Grundschüler lernen schneller schwimmen

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Dank eines Projekts von Deutscher Lebensrettungsgesellschaft und Gesundheitskasse AOK lernen die Mädchen und Buben der Karl-Lederer-Grundschule schneller schwimmen.

Geretsried – Bayern ist nach wie vor das Bundesland mit den meisten Ertrinkungsfällen in Deutschland: Etwa ein Fünftel aller Ertrinkungsfälle passieren nach Angaben der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) im Freistaat. 2018 ertranken bundesweit mindestens 504 Menschen, davon 26 Kinder im Vor- und Grundschulalter. Um mehr Kinder zu sicheren Schwimmern zu machen, führt die DLRG-Jugend gemeinsam mit der Krankenkasse AOK und dem Gesundheitsministerium ein Projekt durch.

Davon profitiert nun auch die Karl-Lederer-Grundschule, die als neue Aktionsschule des Projekts „Sichere Schwimmer“ ausgewählt wurde. An beteiligten Schulen wird ein besonderer Schwimmunterricht durchgeführt. „Speziell ausgebildete DLRG-Schwimmtrainer unterstützen die Lehrkräfte im Schwimmunterricht“, erklärt Niklas Meckesheimer, DLRG-Schwimmtrainer an der Grundschule. Die Mädchen und Buben würden das Schwimmen durch die individuelle Betreuung schneller und nachhaltiger lernen. „Das Schwimmen zu beherrschen, rettet Leben und hält gleichzeitig gesund“, sagt Tarkan Demir von der AOK-Direktion Bad Tölz. „Die Kinder trainieren ihre Beweglichkeit und ihr Koordinationsvermögen.“

Schwimmen zähle zu den gesündesten Sportarten, da es den gesamten Körper beansprucht und das Herz-Kreislauf-System aktiviert. „Die Fähigkeit, Schwimmen zu können, hilft also auch, Volkskrankheiten wie Adipositas oder Diabetes effektiv vorzubeugen und erschließt neue Freizeitmöglichkeiten für die ganze Familie.“

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Die Aktion „Sichere Schwimmer“ läuft seit dem Schuljahr 2013/14. Im vergangenen Schuljahr konnte sie auf knapp 40 Schulen im gesamten Freistaat Bayern ausgeweitet werden. Über Dreiviertel der Dritt- und Viertklässler erreichten am Ende der Pilotphase 2013/14 das Jugendschwimmabzeichen Bronze und wurden so zu „sicheren Schwimmern“. Insgesamt profitierten von der Aktion laut Mitteilung bisher mehr als 12 000 Schüler. Allein im vergangenen Schuljahr 2018/2019 lag die Beteiligung bayernweit bei etwa 3500 Kindern. 

nej

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