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Furioses Geschäftsjahr: Gustavo Gusto macht 73 Millionen Euro Umsatz

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Firmensitz Gustavo Gusto Geretsried
Pizza für den Froster stellt Gustavo Gusto in seinem Werk in Gartenberg her. © Sabine Hermsdorf-Hiss

Das Jahr 2021 bezeichnet Geschäftsführer Christoph Schramm als „furios“. Der Tiefkühlpizzahersteller „Gustavo Gusto“ erzielte 73 Millionen Euro.

Geretsried – Tiefkühlpizzahersteller Gustavo Gusto wächst und wächst. „Wir konnten sowohl beim Absatz als auch beim Umsatz wieder erheblich zulegen, und das im fünften Jahr in Folge“, berichtet Geschäftsführer Christoph Schramm in einer Pressemitteilung vom „furiosen“ Geschäftsjahr 2021. Heuer will er den Erfolgskurs fortsetzen.

Das Unternehmen wurde 2014 als Start-up gegründet

Der Umsatz belaufe sich nach vorläufigen Berechnungen aktuell auf 73 Millionen Euro, gibt Schramm an. Das wären rund 50 Prozent plus im Vergleich zum Jahr 2020. Inzwischen beschäftigt das Unternehmen, das 2014 als Start-up gegründet wurde, laut eigenen Angaben insgesamt 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 100 davon seien allein im vergangenen Jahr eingestellt worden.

Während sich die Nachfrage für Tiefkühlpizza prächtig entwickelt, ist Schramm im Rückblick nicht ganz so zufrieden mit dem Appetit auf Nachtisch. Seit Mitte vergangenen Jahres bietet Gustavo Gusto bundesweit fünf verschiedene Sorten Eis an. „Die Resonanz – besonders bei den Kunden – war zwar hervorragend und übertraf sogar unsere Erwartungen“, sagt Schramm. Doch das nass-kalte Wetter habe im wahrsten Sinne des Wortes den Absatz verregnet. Er hoffe heuer auf mehr Sonnenschein und eine Steigerung. Die Vertriebsmaßnahmen in Deutschland will man verstärken.

Die Produktion in Geretsried stößt an ihre Grenzen

Überhaupt hat Schramm große Pläne für die nächsten Monate. Wie berichtet stößt die Produktionsstätte an der Böhmerwaldstraße regelmäßig an ihre Kapazitätsgrenzen. Deswegen hat Gustavo Gusto vor gut einem Jahr ein ehemaliges Fertigungswerk des Tiefkühl-Backwarenherstellers Aryzta in der thüringischen Kleinstadt Artern übernommen. Derzeit wird es aus- und umgebaut. Die zweite Produktionsstätte soll heuer in Betrieb gehen, der genaue Termin ist noch offen. „Auch wir sind von den Materialengpässen im Bau- und Technikbereich betroffen“, sagt Schramm auf Nachfrage. „Wir hängen hinter unserem Zeitplan.“

Christoph Schramm
Christoph Schramm, Geschäftsführer von Gustavo Gusto. © Sabine Hermsdorf-Hiss

Im Werk in Artern sollen, sobald es voll ausgelastet werden kann, bis zu 100 Angestellte arbeiten. „Die Einstellung erfolgt jedoch step by step. Für dieses Jahr gehen wir von rund 60 Beschäftigten aus“, so Schramm. Auch in Geretsried würden „sicherlich“ kontinuierlich weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt werden.

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Gustavo-Gusto-Pizza gibt es derzeit in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Dort will das Unternehmen die Vertriebsaktivitäten verstärken. Außerdem: „Demnächst werden wir – zusammen mit Flink – Pizzen in den Niederlanden anbieten“, kündigt Schramm an. Flink ist ein Online-Supermarkt. Weitere Expansionsmöglichkeiten in Europa würden laufend geprüft. „Welche Länder dazukommen werden, können und möchten wir aktuell nicht kommunizieren.“

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Wie die Lebensmittelzeitung jüngst berichtete, erwägt Gustavo Gusto eine Aktiennotierung und will das Jahr nutzen, die nötigen Voraussetzungen zu schaffen. Ein Börsengang sei aber lediglich eine „mögliche Option, neben einigen anderen auch“, betont Schramm. „Es gibt derzeit allerdings dazu keine konkreten Pläne.“

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