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O’zapft is: Bürgermeiste r Michael Müller beim Bieranstich im Vorjahr. 

Corona-Pandemie

Geretsried: Hat der Waldsommer noch eine Chance?

  • Sabine Schörner
    vonSabine Schörner
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  • Wolfgang Schörner
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Noch immer ist nicht klar, ob das einzige Volksfest im nördlichen Landkreis wegen der Corona-Pandemie komplett abgesagt wird oder in abgespeckter Form stattfinden wird.

Geretsried/Penzberg – Freitag in einer Woche sollte auf dem Festplatz an der Jahnstraße der Geretsrieder Waldsommer eröffnet werden. Noch immer ist nicht klar, ob das einzige Volksfest im nördlichen Landkreis wegen der Corona-Pandemie komplett abgesagt wird oder in abgespeckter Form stattfinden wird. Man sei noch in der Abstimmung, heißt es aus dem Rathaus.

Festwirt Christian Fahrenschonmusste derweil in Penzberg eine herbe Niederlage einstecken. Der dortige Stadtrat hat am Dienstagabend Fahrenschons Konzept – es sah einen Biergarten mit 1000 Sitzplätzen und einen Freizeitpark für 750 Besucher vor – einstimmig abgelehnt. Das Ansteckungsrisiko sei zu groß, argumentierte Bürgermeister Stefan Korpan. Damit wird es im September in Penzberg kein Volksfest geben.

Wirt „entsetzt“ über Entscheidung in Penzberg

Fahrenschon verfolgte die Sitzung als Zuhörer und äußerte sich nach der Entscheidung „entsetzt“. In Murnau – dort war sein Konzept ebenfalls abgelehnt worden – habe es „wenigstens noch eine vernünftige Diskussion“ gegeben. In Penzberg sei aber nur über Urlaubsheimkehrer und Lockdown („Sind das alles Hellseher und Virologen?“) gesprochen worden, nicht aber über sein Hygienekonzept. Fahrenschon kritisiert, dass er im Penzberger Stadtrat -– anders als in Vaterstetten – nicht einmal die Gelegenheit erhielt, sein Konzept zu erläutern. Man hätte zum Beispiel über die Besucherzahl diskutieren können. Die Penzberger Stadtvertreter hätten sich auch zuvor beim aktuellen Fest in Vaterstetten kundig machen können. „Ich habe aber keinen gesehen“, so Fahrenschon.

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Es gibt noch eine Chance

Dafür sei aus Geretsried eine Delegation vor Ort gewesen. Bürgermeister Michael Müller halte an dem Konzept fest, sagt Fahrenschon, es müsse nur angepasst werden. „Das ist eine gute Partnerschaft“, kommentiert er das Verhältnis zu Geretsried. Eine kleine Chance auf einen Waldsommer 2020 besteht also offenbar noch.  

sas/wos

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