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Helmut Hahn wurde die Isar-Loisach-Medaille verliehen. 

Egerländer, Tubaspieler

Helmut Hahn wird mit der Isar-Loisach-Medaille ausgezeichnet

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Für besondere ehrenamtliche Verdienste verleiht der Landkreis jedes Jahr die Isar-Loisach-Medaille. Ausgezeichnet wurde auch Helmut Hahn aus Geretsried.

Geretsried – Beim Öffnen der Post aus dem Landratsamt dachte Helmut Hahn: „Ich werd’ als Gast zu einer Preisverleihung eingeladen.“ Dass er selbst die Isar-Loisach-Medaille überreicht bekommt, damit hat der Geretsrieder nicht gerechnet. „Ich freue mich“, sagt Hahn mit einem Lächeln.

Der 57-Jährige wurde vom Kreisverband der Sudetendeutschen Landsmannschaft als Preisträger in der Kategorie Kultur und Brauchtum vorgeschlagen. In diesen beiden Bereichen engagiert sich Hahn seit Jahrzehnten. Seit 1971 ist er aktives Mitglied der Egerländer Gmoi, seit 1980 gehört Hahn dem Vorstand an. 2003 rückte er als Vorsitzender an die Spitze des Vereins. Mittlerweile hat sich die Geretsrieder Ortsgruppe mit ihren 265 Mitgliedern zur aktivsten und größten Gmoi in der Republik entwickelt. Auch im Verein der Städtefreundschaften bringt sich der Ehemann und Vater von zwei Töchtern (15 und 17) ein.

Der Traum von einem begehbaren Depot

Viel Zeit steckt Hahn ebenfalls ins Museum der Stadt Geretsried – beziehungsweise aktuell ins Depot, das gerade von den Landsmannschaften hergerichtet wird. Das Lager am Kirchplatz mit zahlreichen Exponaten soll 2020, dem Jubiläumsjahr der Stadt, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. „Ein begehbares Depot, das wäre schon ein kleiner Meilenstein“, sagt der Diplom-Ingenieur. Hahns Traum wäre die Erweiterung des Museums, das vor sechs Jahren an der Graslitzer Straße eröffnet wurde. „Die Anfänge der Stadt Geretsried und vor allem die Leistung der Aufbaugeneration, das wurde noch nicht dargestellt und entsprechend gewürdigt“, findet der Vorsitzende des Museumsfördervereins.

Seit 23 Jahren ist Hahn außerdem in der Gartenberger Bunkerblasmusik aktiv. Er spielt Tuba, und jeden Dienstagabend ist Probe. „Am besten spiele ich, wenn ich einen stressigen Tag in der Arbeit gehabt habe“, gesteht der 57-Jährige mit einem Augenzwinkern.

1991 wurde Hahn mit dem Bundesehrenzeichen der Egerländer Gmoi ausgezeichnet, 2012 erhielt er das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt. Jetzt folgt die Isar-Loisach-Medaille. „Das ist eine Auszeichnung aus der Heimat, dort, wo man tätig ist“, sagt der Geretsrieder. „Für mich rangiert sie deshalb ganz weit vorne.“ 

Die Auszeichnung

Die Isar-Loisach-Medaille für besondere Verdienste im Ehrenamt vergibt der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen seit 1998. Ausgezeichnet werden damit jährlich höchstens fünf Frauen und Männer. Über die Vergabe entscheidet der Ausschuss für soziale und kulturelle Angelegenheiten auf Vorschlag des Landrats. Die Feierstunde findet in der Regel im Barocksaal des Klosters Benediktbeuern statt.   

nej

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