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Hoffen auf Unterstützung: (v. li.) die Hobbyhistoriker Gerhard Aumüller, Franz Rudolf und Walter Holzer.

Dokumentation über die Munitionswerke

Hobbyhistoriker brauchen Hilfe

Geretsried - Der Arbeitskreis Historisches Geretsried bittet die Bevölkerung um Unterstützung. Es geht um Bilder aus der Zeit um 1946/1947.

Der Arbeitskreis Historisches Geretsried (AHG) arbeitet an einer Dokumentation über die „Munitionswerke im Wolfratshauser Forst“ (wir berichteten). Fast ein Dutzend Mitglieder befasst sich mit der komplexen Thematik. In etwa sechs bis acht Geretsrieder Heften sollen die ehemaligen Sprengstoffherstellungs-, Abfüll- und Pressbetriebe samt Nebenanlagen ausführlich beschrieben werden.

Derzeit sind zwei Hefte mit den Titeln „Zwei Munitionswerke im Wolfratshauser Forst“ und „Werk-Planung und Bau“ in Vorbereitung. Sie sollen im Laufe des Jahres erscheinen. „Die beiden gigantischen Fabriken haben nicht nur das heutige Geretsried geprägt, sondern auch im damaligen Umfeld ihre Spuren hinterlassen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Dazu gehören beispielsweise die ehemaligen Unterkünfte für Angestellte und Arbeiter: „Isarleite“ an der Schießstätt-, Gebhard- und Alpenstraße in Wolfratshausen und das ehemalige Bereitschaftslager „Föhrenwald“, heute Waldram.

In Münchner und örtlichen Archiven, dem Bundesarchiv in Berlin sowie in Vermessungsämtern konnten die Hobbyhistoriker viele Dokumente ausfindig machen. Auch die Gespräche mit den wenigen noch lebenden Zeitzeugen oder deren Nachfahren waren hilfreich. Was aber noch fehlt, sind Fotos und Originalpläne. Die Autoren bitten deshalb um Bilder aus der Zeit um 1946/1947, auch von den Wohnsiedlungen an der Tattenkofener und der Graslitzer Straße in Geretsried, dem Barackenlager auf der Böhmwiese, dem ehemaligen Gästehaus und den Produktionsbunkern der Deutschen Sprengchemie (DSC). Auch Fotos der Kiesgrube in Gelting sind gefragt.

Wer mit Bildern, Plänen oder anderen Unterlagen helfen kann, wendet sich an Franz Rudolf, Telefon 0 81 71/34 51 24. sas

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