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Zu früh gefreut: In Geretsried wird es vorerst keine Spielwiese für Hunde geben.

Landratsamt erteilt keine Genehmigung für Einzäunung auf der Böhmwiese

Hundewiese ist vorerst gestorben

Geretsried - In Geretsried wird es vorerst keine Spielwiese für Waldi & Co. geben. Das Landratsamt genehmigt die dafür erforderliche Einzäunung einer Fläche auf der Böhmwiese nicht. Das bestätigt CSU-Bürgermeister Michael Müller auf Nachfrage.

Es klingt paradox: Spätestens wenn die S-Bahn kommt, also in zehn bis 15 Jahren, soll auf der Böhmwiese ein komplett neuer Stadtteil gebaut werden. Bis es allerdings soweit ist, gilt das Gelände als Außenbereich. Das heißt, es sind dort nur privilegierte Vorhaben zulässig. Dazu zählt eine Hundewiese nicht.

Im Oktober hatte der Haupt- und Finanzausschuss beschlossen, für eine Hundewiese Geld und Grund zur Verfügung zu stellen. Dafür sollte zwischen dem Fußballplatz an der B 11 und den Feldern des Landwirts Franz Fuchs eine rund 1200 Quadratmeter große Fläche eingezäunt werden. Kostenpunkt: rund 7000 Euro.

"Das Kreisbauamt ist da sehr restriktiv"

Rainer Kopnicky, zuständig für die Liegenschaften der Stadt, hatte schon damals darauf hingewiesen, dass für den Zaun eine baurechtliche Genehmigung des Landratsamtes erforderlich ist. „Und das Kreisbauamt ist da sehr restriktiv.“

Insofern hat es Kerstin Halba nicht überrascht, dass die Kreisbehörde den Bauantrag abgelehnt hat. Enttäuscht ist sie trotzdem: „Ich hätte mich tierisch gefreut, wenn es geklappt hätte.“ Die SPD-Stadträtin und Tierheilpraktikerin hatte die Hundewiese beantragt. Ihr Argument: „Wenn wir gut erzogene Hunde wollen, müssen wir den Hundehaltern, die keine Hundeschule besuchen, die Möglichkeit geben, gefahrlos mit ihren Hunden zu trainieren.“

Geretsriederin hatte über 250 Unterschriften gesammelt

Ausgegangen war die Initiative von Ursula Nicolai. Sie hatte für die Hundewiese eigens eine Unterschriftenaktion gestartet. Anfang 2015 übergab sie zusammen mit Kerstin Halba mehr als 250 Unterschriften an Bürgermeister Michael Müller. Die Verwaltung machte sich daraufhin auf die Suche nach einem geeigneten Grundstück. Als einzige Möglichkeit blieb die Fläche auf der Böhmwiese übrig.

Geld geht jetzt an das Tierheim

Nach dem „Nein“ aus dem Landratsamt beginnt nun alles von vorne. „Wir sind jetzt wieder auf der Suche nach einem neuen Standort“, erklärt Bürgermeister Müller. Kerstin Halba will an dem Thema dran bleiben, aber: „In diesem Jahr klappt es bestimmt nicht mehr.“ Deshalb hat die Stadträtin vorgeschlagen, die Haushaltsmittel, die für die Hundewiese eingeplant waren, anderweitig zu verwenden: 5000 Euro gehen als Einmalzahlung an das Geltinger Josefa-Burger-Tierheim.

Sabine Schörner

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