+
Rühren die Werbetrommel für die interkulturelle Filmwoche: (v. li.) Patrick Hingar (Integration aktiv), Stadträtin Sonja Frank, Bürgermeister Michael Müller und Rudi Mühlhans (Trägerverein).

Stadt und Trägerverein machen gemeinsame Sache 

Interkulturelle Filmwoche soll das Miteinander stärken

  • schließen

Vom 22. bis 29. September findet an verschiedenen Orten in Geretsried eine interkulturelle Filmwoche statt. Die Vorführungen sind kostenlos. 

Geretsried – „Zusammen leben, zusammen wachsen“ lautet das Motto der interkulturellen Filmwoche, die bundesweit und ökumenisch von Sonntag, 22., bis Sonntag, 29. September, stattfindet. Auch in Geretsried sind in dieser Zeit Kurz-, Dokumentar- und Spielfilme zu sehen. Der Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit (TVJA) und die Initiative Integration aktiv mit Unterstützung der Stadt widmen die Woche dem Begriff der Kultur und interkultureller Begegnung.

„Die interkulturelle Woche schlägt Brücken von Mensch zu Mensch und leistet somit einen tollen Beitrag für das Miteinander von Einheimischen und Zugewanderten, gerade in einer Stadt wie Geretsried“, erklärte Bürgermeister Michael Müller am Dienstag bei einem Pressegespräch im Rathaus. Die Organisatoren stellten dabei das Programm vor.

Für alle Vorführungen wird kein Eintritt verlangt, hoben TVJA-Geschäftsführer Rudi Mühlhans und Patrick Hingar von Integration aktiv hervor. „Spenden sind aber erbeten“, so Mühlhans. Finanziert wird die interkulturelle Filmwoche aus den Haushaltsmitteln, die die Stadt für Integration aktiv bereitgestellt hat.

Lesen Sie auch: So soll der Stadtteil Stein gestaltet werden

Sonja Frank, Referentin für Soziales und Integration im Stadtrat, zeigte sich angetan von dem niedrigschwelligen Angebot und den begleitenden Gesprächsrunden. „Wer da mitmacht, kann sich in verschiedene Situationen besser einfühlen“, ist sich die Stadträtin sicher. So stellen sich beispielsweise die Regisseurin Ronja von Wurmb-Seibel und der renommierte Filmemacher Walter Steffen nach den Vorführungen den Fragen der Zuschauer. Denn deren Filme spielen in Afghanistan und im Iran. „Kino weitet den Blick auf die Welt“, findet Rudi Mühlhans.

Lesen Sie auch: Darum geht es in Waltere Steffens „Joy in Iran“

Selbstverständlich darf beim Filmschauen auch das Popcorn nicht fehlen, um für Kinoatmosphäre zu sorgen. Um Jugendliche zu den Vorführungen zu locken, wirbt auch der Jugendrat auf Instagram für die interkulturelle Filmwoche. Langweilig dürfte es laut Hingar nicht werden. „Von humorvollen Komödien bis zu dramatischen Szenen ist alles dabei“, verspricht er.

Das Programm

Unter dem Titel „Dreimal Ankommen in Geretsried“ werden in einer Kooperation mit dem Stadtmuseum am Sonntag, 22. September, ab 18 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses drei Kurzfilme zur Vertriebenensituation gezeigt. Zwischendurch sind Gespräche mit den Produzenten, Protagonisten, Beteiligten und Zeitzeugen geplant. Von Montag bis Mittwoch, 23. bis 25. September, laden die Einrichtungen des Trägervereins Quartierstreff „Wir sind Stein“, Jugendzentrum Saftladen und der Jugendtreff Ein-Stein zu Spielfilmen ein. Am Donnerstag, 26. September, zeigt die Evangelische Kirchengemeinde Geretsried (Treffpunkt Wendeltreppe) um 19.30 Uhr den Film „True Warriors“ und lädt zum Gespräch mit Regisseurin Ronja von Wumb-Seibel ein.

Tags darauf stellt Walter Steffen ab 19.30 Uhr in der Kulturbühne Hinterhalt seinen Film „Joy in Iran“ vor. Um eine humorvolle Auseinandersetzung mit türkisch-deutschen Beziehungen geht es am Samstag, 28. September, ab 16 Uhr in den Räumen der Stadtbücherei und der Volkshochschule an der Adalbert-Stifter-Straße. Der Titel des gezeigten Spielfilms darf aus rechtlichen Gründen noch nicht genannt werden. Mit einer Kooperationsveranstaltung der Stadtjugendpflege und der Stadtverwaltung endet am Sonntag, 29. September, im großen Sitzungssaal des Rathauses die Filmwoche. Ab 18 Uhr läuft dort eine Dokumentation über Jugendliche aus verschiedenen Ländern und ihre Integration in der Schweiz.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Von wegen tote Hose: Ein Streifzug über das zweite Wolfratshauser Wirtefest
Volle Biertische, Livemusik und glückliche Besucher: Am Samstag fand in der Loisachstadt zum zweiten Mal das Wirtefest statt. 
Von wegen tote Hose: Ein Streifzug über das zweite Wolfratshauser Wirtefest
Egling: Zwei Unfälle fordern fünf Verletzte am Sonntagnachmittag
Gleich zweimal mussten die Rettungskräfte am Sonntagnachmittag nach Egling ausrücken. Bei zwei Unfällen wurden fünf Menschen verletzt.
Egling: Zwei Unfälle fordern fünf Verletzte am Sonntagnachmittag
Eine Institution: Nachruf auf Einzelhändler Rudolf Michlbauer
Seit 1961 führte er das Haushaltswarengeschäft am Obermarkt: Nun ist Rudolf Michlbauer ist im Alter von 87 Jahren verstorben. 
Eine Institution: Nachruf auf Einzelhändler Rudolf Michlbauer
Wolfratshausen: Betrunkene Fahrradfahrerin nimmt Polizei die Vorfahrt
Rund um die Uhr sind Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst in der Region Wolfratshausen/Geretsried im Einsatz - oft mit Blaulicht und Sirene. Hier alle Meldungen dazu.
Wolfratshausen: Betrunkene Fahrradfahrerin nimmt Polizei die Vorfahrt

Kommentare