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Geretsried: Karl-Lederer-Platz komplett autofrei ?

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Von: Doris Schmid

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Während des Grünen Markts am Dienstagvormittag wird der Karl-Lederer-Platz versuchsweise zur Fußgängerzone.
Eine Lösung auf Dauer? Während des Grünen Markts am Dienstagvormittag wird der Karl-Lederer-Platz versuchsweise zur Fußgängerzone. © Sabine Hermsdorf-Hiss

Während des Grünen Markts am Dienstagvormittag wird der Karl-Lederer-Platz in Geretsried versuchsweise zur Fußgängerzone. Für Autos ist die Durchfahrt in dieser Zeit verboten.

Geretsried – Nach wie vor gibt es Autofahrer, die bei der Fahrt über den Karl-Lederer-Platz den Fuß nicht vom Gaspedal nehmen. Dabei gilt dort Schrittgeschwindigkeit, was etwa sieben Kilometer pro Stunde entspricht. Während des Wochenmarkts am Dienstagvormittag ist die Durchfahrt nun ganz verboten. „Wir probieren aus, wie das funktioniert“, sagt Ute Raach, Geschäftsführende Beamtin im Rathaus, im Gespräch mit unserer Zeitung.

Stadtrat soll Wagners Vorschlag prüfen

Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Andreas Wagner (Linke) hatte sich schriftlich an Bürgermeister Michael Müller gewandt, weil ihm aufgefallen war, „dass Autos im verkehrsberuhigten Bereich des Karl-Lederer-Platzes häufig deutlich zu schnell unterwegs sind und die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit nicht einhalten.“ Vor allem an schönen Tagen komme es zu einer Gefährdung von spielenden Kindern, so der Geretsrieder. Um das Problem zu lösen, regte Wagner an, Schwellen im Fahrbahnbereich der verkehrsberuhigten Zone anzubringen, um Autofahrer zur Einhaltung der Schrittgeschwindigkeit zu veranlassen. „In den Wintermonaten könnten die Schwellen abgebaut werden, um das Schneeräumen des Fahrbahnbereichs nicht zu beeinträchtigen.“ Der Bürgermeister habe ihm mitgeteilt, dass sein Vorschlag zur Beratung in den Stadtrat eingebracht werden soll, teilt Wagner auf Nachfrage mit.

Bisher keine Klagen von Autofahrern

Weiter in der Testphase ist das Wochenmarkt-Modell. Bislang habe sich kein Autofahrer im Rathaus beklagt, dass er dienstagsvormittags nicht mehr über den Karl-Lederer-Platz fahren könne, berichtet Raach. Vielleicht sei auch eine komplette Verkehrsberuhigung – also ein autofreier Platz – sinnvoll. Denn ihrer Erfahrung nach seien der Bevölkerung klare Regeln lieber.

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Noch nicht entschieden ist laut der Geschäftsführenden Beamtin, wie lange die rotgelben Baken vor dem Rathaus und im Kreuzungsbereich der Bundesstraße 11 noch stehen werden. Es habe dazu einen Termin mit der Polizei gegeben, und die Abstimmung mit dem Landratsamt laufe. Komplett wegfallen werden die Baken wohl nicht. Die Verkehrsführung müsse eindeutig gestaltet sein.  

nej

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