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„Ich konnte sie doch nicht liegen lassen“: Mann rettet verletztes Kätzchen - und findet ihre Besitzer
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Der Retter: Phillip Albrecht (li.) zu Besuch bei Michael und Sárka Wagner, deren Katze „Juli“ er nachts verletzt aufgelesen und in eine Tierklinik gebracht hatte. 

Das Tier lag auf der B11

„Konnte sie doch nicht liegen lassen“: Mann rettet verletztes Kätzchen - Facebook-Aufruf geht viral

  • Sabine Hermsdorf-Hiss
    vonSabine Hermsdorf-Hiss
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Mitten auf der B11 fand Phillip Albrecht kürzlich eine verletzte Katze liegen. Mit seiner Freundin Christine Müller brachte er sie die Tierklinik. Auch ihre Besitzer konnte er ausfindig machen.

  • Im oberbayerischen Geretsried fand ein Mann auf der B11 eine verletzte Katze.
  • Gemeinsam mit seiner Freundin brachte er das Tier dann zum Tierarzt.
  • Auch der Besitzer konnte schließlich ausfindig gemacht werden.

Geretsried– Phillip Albrecht (29) war auf dem Weg zu seiner Freundin Christine Müller nach Geretsried. „Es muss so gegen 22.30 Uhr gewesen sein“, erzählt der Münchner. Plötzlich, auf Höhe des Schulzentrums sah er auf seiner Spur der B11 eine Katze liegen. „Ich konnte nicht erkennen, ob sie noch lebte oder schon tot war“, erinnert sich der Autofahrer. Trotzdem wendete der junge Mann. „Ich wollte sie zumindest zur Seite ziehen.“

Geretsried: Junger Mann rettet Katze von der Straße

Dann die Überraschung: Als Albrecht zurückfuhr, lag das Tier auf dem Mittelstreifen. „Sie hob den Kopf, ich sah ihre Augen aufblitzen.“ Albrecht stoppte und nahm das Tier behutsam mit der Jacke auf. Nur, was jetzt? Er rief seine Freundin an, bat sie mit einer Wanne zu kommen. Mittlerweile blutete das Kätzchen aus Augen und Nase

Gemeinsam beschloss das Paar, das Fellknäuel nach Rücksprache in die Weilheimer Tierklinik zu bringen. „Das ist doch selbstverständlich. Man kann sie doch nicht sich selbst überlassen.“ Später stellte sich heraus, dass sich das Tier bei dem Zusammenprall mit einem Fahrzeug eine schwere Oberschenkelfraktur am Hinterlauf und ein Schädel-Hirn-Trauma zugezogen hatte.

Geretsried: Katze erlitt nach Zusammenprall mit Fahrzeug schwere Verletzungen

Nur etwa 200 Meter Luftlinie vom Unfallort entfernt sorgten sich Sárka und Michael Wagner um ihren Stubentiger, der von seinem Streifzug nicht zurückgekommen war. „Unsere Juli haben wir vergangenes Jahr als Katzenbaby in Ungarn gefunden“, erzählt der 52-Jährige.

„Ihre Mutter hatte sie wohl verlassen, weil sie krank war.“ Das Ehepaar zögerte keine Sekunde, sondern machte alles möglich, um das neue Familienmitglied mitnehmen zu können. „Auch mit dem Hund gab es kein Problem“, sagt Sárka Wagner. „Im Gegenteil – sie verstehen sich prächtig.“

Verletztes Kätzchen gefunden: Aufruf auf Facebook mehr als 300 Mal geteilt

Albrecht wiederum ging das Erlebte nicht aus dem Kopf. Er wandte sich an die Heimatzeitung, erzählte, was passiert war und schickte zwei Bilder, die auf der Facebook-Seite unserer Zeitung veröffentlicht wurden. „Ich dachte mir, dass wir vielleicht so den Besitzer ausfindig machen können.“ Innerhalb kürzester Zeit wurde der Aufruf 300 Mal geteilt. „Und plötzlich stand mein Nachbar vor der Tür“, berichtet Wagner. „Er wusste, dass Juli verschwunden war, und erkannte sie auf dem Foto wieder.“

Der Rest ist schnell erzählt: Wagners fuhren nach Weilheim. „Was waren wir glücklich, sie lebend zu sehen“, sagt Sárka Wagner. Umgehend stimmten sie einer teuren, aber notwendigen Operation zu. „Juli gehört zur Familie. Das ist doch keine Frage.“ Auch ein Meerschweinchenstall wurde besorgt.

Geretsried: Besitzer von verletztem Tier gefunden

 „Nach der Operation darf sie noch nicht herumlaufen. Aber so können wir sie zumindest mal mit rausnehmen.“ Juli scheint diese Lösung gut zu akzeptieren. Sie frisst, benutzt das Katzenklo, spielt ein wenig mit ihrer Sisal-Maus und beobachtet, was „ihre“ Familie gerade so macht.

Als Albrecht kommt, um die kleine Patientin zu besuchen, hebt diese den Kopf und schnuppert erfreut an dessen Finger. „Ich würde sagen, sie erkennt Sie“, ist sich Sárka Wagner sicher. Und: „Wir können Ihnen nicht genug danken. Wie schön, dass es noch solche Menschen gibt.“

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Wegen der „Tötung eines Wirbeltieres ohne triftigen Grund“ muss ein 45-jähriger Schongauer eine Geldstrafe in Höhe von 1600 Euro zahlen. Er hatte einen Käfig mit Mäusen, die seiner Freundin gehörten, aus Frust von einem Regal geschlagen.

Christoph Fürst machte auf einem Flugplatz bei Oberpfaffenhofen zufällig einen Sensationsfund. Er fotografierte einen nahezu ausgestorbenen Vogel.

sh

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