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SPD-Stadtgespräch 

Kostenloser Stadtbus für Geretsried: SPD-Pläne werden konkreter

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Kreischef Wolfgang Werner konkretisierte beim jüngsten SPD-Stadtgespräch die Pläne zu einem kostenfreien Stadtbusverkehr in Geretsried. Er will unter anderem den Jugendrat miteinbeziehen.

Geretsried – Vor einem Monat regte SPD-Kreischef Wolfgang Werner erstmals an, über die Einführung eines für die Fahrgäste kostenfreien Stadtbusverkehrs nachzudenken. Der ehemalige FDP-Stadtrat Ernst Walko wiederholte diese Forderung vor einer Woche am CSU-Stammtisch, stieß dabei aber auf Bedenken.

Beim gestrigen SPD-Stadtgespräch im Café Waldmann konkretisierte Werner seinen Vorschlag. Demnach formulieren die Genossen noch vor der Sommerpause einen Antrag, der kostenlose Stadtbusfahrten vorsieht. „Wir wollen auch den Jugendrat miteinbeziehen“, schlug Werner vor. Deshalb werde der Antrag wohl nicht in der nächsten Stadtratssitzung am 26. Juni vorliegen. „Bis Juli schaffen wir’s aber bestimmt“, erklärte der Stadtrat. Ernst Walko nahm diese Nachricht erfreut zur Kenntnis. „Dann würden mehr Geretsrieder mit dem Stadtbus fahren und zur Entlastung der Parkplatzsituation im Zentrum beitragen“, ist er sich sicher.

Dass der Stadt damit ein überschaubarer Einnahmenjahresbetrag von 30.000 Euro entgeht, halten die Stadträte Edith Peter und Walter Büttner für verkraftbar. Der von einem Stadtgespräch-Gast geäußerte Vorschlag, die Wolfratshauser und die Geretsrieder Stadtbuslinie aus Kostengründen zusammenzulegen, ist laut Gerlinde Berchtold frühestens bei der nächsten Buslinien-Ausschreibung in acht Jahren möglich.

Hauptaugenmerk gilt Geretsried

Das Hauptaugenmerk der Geretsrieder SPD gilt also zunächst einmal der eigenen Stadt. Werner könnte sich vorstellen, dass die Fahrgäste im Bus ein kostenfreies Ticket lösen und die dann ermittelten Kosten zum Teil über die Einnahmen aus der Kfz-Steuer kompensiert werden könnten. Eine Entlastung der Parkplatz- und Verkehrssituation verspricht sich die SPD auch von der am Karl-Lederer-Platz geplanten Tiefgarage, die die oberirdischen Parkplätze größtenteils ersetzen soll.

Der ehemalige Wolfratshauser Bürgermeister Reiner Berchtold verwies auf positive Beispiele aus Landsberg am Lech und Weilheim. „Die dortigen Tiefgaragen werden von den Bürgern gut angenommen, weil es kurze und moderne Zugänge zu den Geschäften gibt“, berichtete Berchtold. Edith Peter zeigte sich am Ende des Stadtgesprächs zuversichtlich, dass dies auch in Geretsried so sein wird. „Mit den Geretsriedern braucht man Geduld, bis sie sich auf neue Entwicklungen eingestellt haben“, meinte sie gelassen. ph 

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