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Die Zahl der Verkehrsunfälle in Geretsried ist gestiegen.

Kriminal- und Unfallstatistik der Polizei

Mehr Verkehrsunfälle in Geretsried

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Geretsried - Fast 100 mehr Verkehrsunfälle und zwei Tote. Das ist die traurige Bilanz der Geretsrieder Polizei im Jahr 2015. Nun stellten die Beamten ihren Bericht zur Unfallstatistik vor.

Die Zahl der Verkehrsunfälle stieg im vergangenen Jahr von 794 auf 888. Verletzungen zogen sich dabei 223 Personen zu, zwei Menschen verloren ihr Leben. „Eine junge Frau kam am 20. März auf der B 11 auf Höhe des Pfadfinderheims zu Tode“, berichtet Dienststellenleiter Walter Siegmund. „Sie war mit ihrem Pkw von der Fahrbahn abgekommen und gegen Bäume geprallt.“ Der zweite tödliche Unfall passierte am 31. März, als das Sturmtief Niklas über dem Landkreis wütete. Auf der Straße zwischen Linden und Schönegg stürzten Fichten auf die Fahrbahn und trafen einen vorbeifahrenden Renault. Die Fahrerin, eine 39-jährige Dietramszellerin, starb noch an der Unfallstelle. Am gleichen Tag musste die Polizei auch nach Königsdorf ausrücken: Im dortigen Gewerbegebiet brannte eine Schreinerei völlig nieder. Außerdem entzündeten die Funken einen Feldstadel.

238 Autofahrer (im Vorjahr 217) begingen im vergangenen Jahr Unfallflucht, in 90 Fällen (77) konnten sie von der Polizei ermittelt werden. Alkoholisierte Unfallfahrer gingen den Beamten 14 ins Netz, einer weniger als im Vorjahr. Es gab sechs Schulwegunfälle (2014: zwei). Dabei erlitten sieben Kinder (zwei) leichte Verletzungen.

„Die Fahrer schauen zu ungenau, sind leichtfertig oder unkonzentriert“

Häufigste Unallursachen sind laut Polizeichef Walter Siegmund nach wie vor nicht angepasste Geschwindigkeit, ein zu geringer Sicherheitsabstand, die Missachtung des Vorrangs, Fehler beim Überholen sowie Unachtsamkeit. „Die Fahrer schauen zu ungenau, sind leichtfertig oder unkonzentriert“, berichtet Siegmund.

Besonders oft krachte es in den vergangenen Jahren an der Einmündung der Johann-Sebastian-Bach-Straße in die Staatsstraße 2369. Inzwischen scheint sich die Situation entspannt zu haben. 2015 ereigneten sich dort nur zwei Verkehrsunfälle. Der Dienststellenleiter ergänzt, dass das Staatliche Bauamt Weilheim derzeit prüft, ob man die Rechtsabbiegerspur auf der Staatsstraße in Richtung Johann-Sebastian-Bach-Straße ein Stück verlängert. nej

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