Ein Mann spielt Trompete
+
Da ist Puste gefragt: Liebhaber schätzen Trompetenmusik (Symbolfoto).

Neues Projekt

Wie klingt Geretsried ? CD und Podcast sollen es zeigen

  • Susanne Weiss
    vonSusanne Weiss
    schließen

Geretsried hat in Sachen Musiker und Instrumente einiges zu bieten. Eine CD soll das künftig zeigen. Die Idee stammt vom Kulturreferenten des Stadtrats.

Geretsried – Die Gartenberger Bunkerblasmusik, Florian Sagner oder Willi Sommerwerk: Die größte Stadt im Landkreis kann mit vielen unterschiedlichen Musikern aufwarten. „Wir sind nicht nur Musikstadt, sondern auch eine Stadt, in der Instrumente produziert werden“, sagt Hans Ketelhut (CSU). Das will der Kulturreferent des Stadtrats, der selbst unter dem Namen „Bayern-Hans“ als Alleinunterhalter auf der Bühne steht, auf einer CD abbilden. Später soll noch ein Podcast folgen. Dem Projekt stimmten die Mitglieder des Ausschusses für Jugend, Senioren, Soziales, Kultur und Sport am Dienstag begeistert zu.

Ein ähnliches Projekt gab es schon einmal – vor 30 Jahren kam die Schallplatte „So klingt Geretsried“ heraus. Dies wolle er nun „auf ein neueres Level heben“, erklärte Ketelhut in der Sitzung. Seine Idee sei, den hiesigen Musikern die Möglichkeit zu geben, auf die CD zu kommen, und dies mit den in Geretsried produzierten Instrumenten zu kombinieren.

Viele Firmen in Geretsried stellen Instrumente oder Zubehör her

Die Ventile der Firma Meinlschmidt seien beispielsweise in der Trompete des Geretsrieder Musikers Florian Sagner verbaut, berichtete der Kulturreferent. Das Musikhaus Dörfler, ein „echter Leistungsträger“, werde voraussichtlich mit seinem eigenen Klarinettenquartett vertreten sein. Nicht fehlen dürften auch die weltweit bekannten Posaunen der Ewald Meinl GmbH und Tuben von Buffet Crampon, früher Wenzel Meinl. Auch Gitarrensaiten werden in Geretsried produziert. Freudig berichtete Ketelhut, dass nicht nur Lokalmatador Willi Sommerwerk mit dem Produkt von Optima (zuvor Maxima) spielt, sondern auch der Gitarrist der weltberühmten Band „Queen“, nämlich Brian May.

Hans Ketelhut, Kulturreferent des Stadtrats

Für die CD will Ketelhut eine Produktionsfirma anheuern, mit der er selbst bereits gearbeitet hat. „Lieder, die es schon auf CD gibt, können wir übernehmen, alles andere könnten wir direkt hier vor Ort produzieren“, so Ketelhut. Das spare Kosten. Seine eigenen Geretsrieder Kompositionen würde er ebenfalls für das Projekt zur Verfügung stellen. Maximal rechnet er mit 6000 Euro Kosten für die Aufnahme.

In der Befürchtung, dass das Projekt bei der Haushaltskonsolidierung kassiert wird, wollte Wolfgang Werner (SPD) wissen, ob sich die Beteiligten finanziell beteiligen würden. Er habe sich nur erkundigt, ob sie sich mit ihrer Musik einbringen, antwortete Ketelhut. Auf Werners zweite Frage nach der späteren Verfügbarkeit über Streamingportale berichtete der Kulturreferent, dass die Produktionsfirma die Lieder automatisch auf Spotify und Co. spielt.

Volker Witte (Grüne) fand Ketelhuts Idee „großartig“. Elmar Immertreu (Geretsrieder Liste) forderte mit Blick auf die Werbemaßnahmen der Stadt, „unser Wahnsinnsangebot noch besser in die Bevölkerung zu bringen“. Peter Curtius (Grüne) nannte das Projekt eine „super Sache“. Besonders gefiel ihm Ketelhuts Vorhaben, im Nachgang zur CD den übrigen kulturellen Angeboten Geretsrieds eine Podcast-Reihe zu widmen. „Wir wollen den Neubürgern und interessierten Bürgern zeigen, was kulturell in ihrer Stadt passiert“, so der CSU-Stadtrat. Die Podcasts könnten in Zusammenarbeit mit dem Sender „Radio Geretsried“ entstehen und Musikschule, Saftladen und Bücherei ein Forum bieten. Ketelhut: „Mich begeistert das Thema.“ Seine Ausschusskollegen sahen es ebenso und beauftragten Verwaltung und Kulturreferent mit der Produktion.

sw

Der Kulturherbst ist für Ende September, Anfang Oktober in Geretsried geplant. Nur die Corona-Pandemie muss mitspielen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare