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In die Jahre gekommen: Die Franz-Marc-Schule muss generalsaniert werden. Die Klassen werden während der Bauarbeiten in die Container ausgelagert, die zuletzt der Unterbringung von Asylbewerbern dienten. 

Aufstockung und Sanierung

Landkreis investiert 10,8 Millionen Euro in die Franz-Marc-Schule

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Die Franz-Marc-Schule, das sonderpädagogische Förderzentrum des Nordlandkreises, ist in die Jahre gekommen. Jetzt wird kräftig investiert. 

Geretsried – Der Landkreis investiert weiter kräftig in den Schulstandort Geretsried. Während an der Adalbert-Stifter-Straße die Generalsanierung von Realschule und Gymnasium läuft und zudem eine neue Dreifachturnhalle gebaut wird, wird am Robert-Schumann-Weg die nächste Großbaustelle in Angriff genommen. Die Franz-Marc-Schule, das sonderpädagogische Förderzentrum für den nördlichen Landkreis, wird aufgestockt und saniert.

Am kommenden Dienstag befindet der Bauausschuss des Geretsrieder Stadtrats über den Bauantrag des Landkreises. Er plant, die Franz-Marc-Schule in zwei Bauabschnitten zu sanieren und teilweise aufzustocken. Dazu ist der Anbau von Fluchttreppen notwendig. Die Kosten wurden vor einem Jahr auf knapp 9,6 Millionen geschätzt. Nun ist von 10,8 Millionen Euro die Rede.

Für die Kostensteigerung gibt es nach Aussage des Architekten Thomas Hanfstängl mehrere Gründe. „Wir sind sehr weit mit der Planung und haben einen Vorentwurf für die Statik“, erklärte Hanfstängl in der jüngsten Sitzung des Kreis-Schul- und Bauausschusses. In einigen Bereichen müsse mehr mit Stahl ertüchtigt werden als gedacht. Zudem gebe es neue Anforderungen an den Schallschutz. Ein besonderes Konzept sei in Sachen Brandschutz notwendig. „Das Gebäude wird in sechs Cluster aufgeteilt“, so der Architekt. Die genaue Kostenberechnung stehe noch aus. „Aber wir hoffen, dass es keine großen Überraschungen gibt.“ Laut Hanfstängl habe man auch ein redundantes Heizsystem einplanen müssen, da man nicht wisse, ob die Geretsrieder Stadtwerke Fernwärme bereitstellen können. Diese Kosten könnten also unter Umständen wegfallen. Auch die stark gestiegenen Baupreise seien verantwortlich für die höheren Kosten.

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Hanfstängl erklärte die aktuelle Entwurfsplanung. Durch die Aufstockung erhält die Franz-Marc-Schule drei zusätzliche Klassenzimmer, insgesamt werden es dann zehn sein. Jedes Klassenzimmer erhält einen eigenen Gruppen- und einen Sanitärraum. „Das Ziel ist, Vandalismus auf der Toilette zu verhindern. „Somit fühlt sich jede Klasse selbst verantwortlich.“ Der offene Innenhof wird mit einem Glasdach geschlossen, der Bereich soll künftig als Mensa dienen. Daneben befinden sich die Aula und die Schulküche.

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Für die Zeit des Umbaus ziehen die Schüler in die Container, die zuletzt der Unterbringung von Asylbewerbern gedient hatten. Daher verschieben sich die Arbeiten zeitlich nach hinten. Denn für die Umnutzung ist eine Eingabeplanung nötig. Das Provisorium wird derzeit umgestaltet. „Die Containerstruktur haben wir aufgelöst“, so Hanfstängl. „Wir müssen davon ausgehen, dass sie zwei bis drei Jahre genutzt wird. Manche Schüler werden den Großteil ihrer Schulzeit darin verbringen. Wir wollten es möglichst schön machen.“

Im April sollen die Schüler in die Container umziehen, schon etwas früher kann eventuell die Schulküche dort ihren Betrieb aufnehmen. Die Mitglieder des Kreis-Schul- und Bauausschusses stimmten geschlossen für die Anpassung der Gesamtkosten. Außerdem folgten sie der Anregung, die Mittel aufgrund der Verzögerungen auf die Haushaltsjahre 2021 bis 2023 zu verteilen.

Info

Der Geretsrieder Bauausschuss tagt am Dienstag, 19. Januar, ab 17 Uhr im Rathaus. Neben der Franz-Marc-Schule geht es um den Stadtbus, die Straßenführung an der Egerlandstraße sowie verschiedene private Bauvorhaben.

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