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Geretsried: Die Mauersegler sind wieder da - Quartier im BGZ und PulsG

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Von: Doris Schmid

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Warten auf die Mieter: Die Nistkästen auf dem Dach des BGZ und an der Hauswand sind bereit für den Einzug der Mauersegler. © Hans Lippert

Die Mauersegler sind wieder im Geretrsrieder Stadtzentrum. Die Zugvögel beziehen Quartier im BGZ und im PulsG.

Geretsried – An einem sonnigen Tag spätvormittags kann man sie besonders gut fliegen sehen: die Mauersegler, die im Zentrum der Stadt wieder ihr Sommerquartier beziehen. Damit die Vögel ihr Zuhause im BGZ besser finden, gibt es ein extra Lockmittel. Die Winterquartiere des Mauerseglers, der in seinem Aussehen der Schwalbe ähnelt, liegen in Afrika, vor allem südlich des Äquators. Zur Brutzeit macht sich der Vogel auf nach Mitteleuropa. Dort ist er von Anfang Mai bis Anfang August anzutreffen.

Pünktlich zum Beginn des Mai hat Ursula Hölzl von der Baugenossenschaft (BG) die ersten Vögel im Geretsrieder Zentrum gesichtet. „Am Besten sieht man die Mauersegler an sonnigen Tagen zwischen 11 und 12 Uhr“, berichtet Hölzl. Gut erkennbar sind sie auch an ihrem schrillen Ruf.

36 Nistkästen zur Sicherung des Artenschutzes

Zur Sicherung des Artenschutzes ließ die Genossenschaft Anfang 2019 am BGZ 36 weiße, längliche Nistkästen anbringen. „Diese Brutplätze wurden mit einer Anflugmöglichkeit von unten montiert, da dies von den Vögeln schneller erkannt wird“, erklärt die BG-Mitarbeiterin. Neben den Nistkästen für die Mauersegler wurden laut Hölzl auch Kästen für Sperlinge und Fledermäuse installiert. Auch auf dem Dach befinden sich Nistkästen, „die wir zusätzlich für das Bauvorhaben eines Nachbarn angebracht haben“. Am neuen PulsG-Gebäude am Karl-Lederer-Platz befinden sich ebenfalls Kästen für Mauersegler.

Seit Ende April läuft die „Mauersegler-Soundmaschine“, wie Hölzl sagt. „Die Klangattrappe wird täglich morgens und abends aktiviert und versucht mit der Imitation der Vogelstimmen andere Mauersegler anzulocken.“ Das Gerät wurde Anfang 2019 an den alten Genossenschafts-Wohnblöcken an der Egerlandstraße installiert, um die Mauersegler „wohnhaft“ zu machen und sie auf den neuen Standort ihres Quartiers gegenüber aufmerksam zu machen. Die Wohnblöcke wurden inzwischen abgerissen. „Der Neubau wird ebenfalls mit Nistkästen ausgestattet werden“, kündigt Hölzl an. Beim Artenschutz unterstützt wird die BG von Diplom-Biologe Dr. Knut Neubeck. Er will untersuchen, ob die Vögel ihre Nesthöhlen schon bezogen haben.

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Auch am Rathaus gibt es zwei Vogelbrutkästen. Laut Thomas Loibl, Pressesprecher der Stadt, wurden sie ebenfalls für Mauersegler angebracht. Doch die wollten dort nicht einziehen. Loibl: „Stattdessen haben sich Stare angesiedelt.“ 

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