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So läuft heuer die Vorbereitung zur Erstkommunion

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Von: Doris Schmid

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Kirchen und Coronavirus
Der Leib Christi: Um die Kinder auf die Erstkommunion vorzubereiten, muss die Stadtkirche wegen der Pandemie neue Wege beschreiten. © Rolf Vennenbernd/dpa

In Corona-Zeiten ist alles anders - auch die Vorbereitung zur Erstkommunion. Die Geretsrieder Stadtkirche versucht es mit Gottesdiensten statt Gruppenstunden.

Geretsried – Mehrere Monate werden Mädchen und Buben in der katholischen Kirche auf ihre Erstkommunion vorbereitet. Man trifft sich zu Gruppenstunden, spricht über Gott und backt gemeinsam Brot. Das geht alles in Zeiten der Corona-Pandemie nicht. Aber die Geretsrieder Stadtkirche hat andere Lösungen gefunden.

Seit Ende Februar werden in den Pfarreien Heilige Familie und Maria Hilf 60 Mädchen und Buben auf den Empfang des heiligen Sakraments vorbereitet. Verantwortlich dafür ist Pastoralreferentin Julia Majores. „Weil aufgrund der Corona-Pandemie keine Gruppenstunden stattfinden können, haben wir spezielle Gottesdienste vorbereitet“, berichtet Stadtpfarrer Andreas Vogelmeier im Gespräch mit unserer Zeitung. Nur die Kommunionskinder und ihre Eltern kommen dazu immer samstags zusammen. Den Eröffnungsgottesdienst leitete die Pastoralreferentin. „Ich war als Pfarrer dabei, damit mich die Kinder schon mal sehen“, sagt Vogelmeier. „Außerdem gab es einen Kinderkreuzweg und einen Gottesdienst, in dem das Kreuzzeichen erklärt wurde. An Ostern fand dem Seelsorger zufolge außerdem ein Familiengottesdienst in der Kirche Maria Hilf statt. An diesem Samstag finden in den beiden Kirchen Messen statt, bei denen „die Kinder zum ersten Mal mitfeiern dürfen und wir den Gottesdienst kommentieren, damit die Kinder besser verstehen, was wir da überhaupt tun“.

Pfarrer Andreas Voglemeier
Andreas Vogelmeier leitet die katholische Stadtkirche seit diesem Frühjahr. © Hans Lippert

Vogelmeier findet, dass es viele Alternativen gibt, Kinder auf die Erstkommunion vorzubereiten. „Wir stellen sogar fest, dass die Gottesdienste eine sehr gute Möglichkeit sind, weil die Eltern dabei sind und mitbekommen, was wir machen.“ Die Idee sei aus der Not heraus geboren, „aber es ist eine tolle Sache.“ Vielleicht lasse sich davon etwas in Zukunft beibehalten.

Auch die Erstkommunionfeiern werden anders sein. Die 60 Kinder und ihre Familien werden auf sechs Termine aufgeteilt, „damit die Gruppen nicht zu groß werden“. An drei Samstagen wird Vogelmeier jeweils zwei Erstkommunionfeiern abhalten. Die ersten beiden finden am 24. April statt. „Ich habe privat im vergangenen Jahr an einer Kommunionfeier in Berlin im kleinen Kreis teilgenommen“, erzählt der Stadtpfarrer. „Ich fand das richtig schön. Das hatte einen ganz anderen Charakter.“ Er selbst habe die Feier als viel intensiver erlebt. Wie man das Ganze im kommenden Jahr organisiert, müsse man sehen. „Sechs Kommunionen zu stemmen, ist schon auch eine Aufgabe.“

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Ähnlich werden die Firmungen – sechs an der Zahl – ablaufen. Hier werden die Jugendlichen im Vorfeld auch in Gottesdiensten auf den Empfang des heiligen Sakraments vorbereitet. „Weil die Bischöfe kaum firmen, werde ich das selbst übernehmen“, kündigt Vogelmeier an. „Da ist dann schon einiges los.“

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