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Kann das Mütterzentrum noch nicht wieder öffnen: Der Vorstand des Vereins.

„Es ist total schade“

Mütterzentrum muss Corona-Pause verlängern

  • Susanne Weiss
    vonSusanne Weiss
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Das Mütterzentrum bleibt bis einschließlich 7. September geschlossen. Die Umsetzung der Corona-Auflagen ist nicht möglich.

Geretsried – Das Mütterzentrum (MüZe) bleibt bis zum Ende der Sommerferien geschlossen. „Der für uns gültige Betreuungsschlüssel, der notwendige Mindestabstand, die erlaubte Gruppengröße und vor allem die räumliche Situation schließen sich gegenseitig aus und lassen keine andere Entscheidung zu“, erklärt Vereinsvorsitzende Andrea Schimpf.

Sie erinnert sich noch genau an den letzten Tag im MüZe. „Das war der 13. März, ein Freitag. Nach der Vorkindergartengruppe haben wir alles dicht gemacht“, sagt sie. Dass der Verein sechs Monate lang nicht mehr aufsperren kann, hätte sie nicht gedacht. „Es ist total schade. Das MüZe ist für viele Familien ein wichtiger Treffpunkt“, so Schimpf. Nun bleibt ihr nur, zu hoffen, dass es am Dienstag, 8. September, weitergeht. „Wir nutzen die Zeit, um Hygienekonzepte für alle Bereiche zu erarbeiten.“ Schimpf rechnet mit einer stufenweisen Öffnung.

Das MüZe hätte ausgerechnet in diesem Jahr viel vorgehabt. Bei einem großen Sommerfest wollten die Mitglieder den 30. Geburtstag des MüZe feiern. Als Treffpunkt nicht nur für Mütter, sondern auch für Väter, Eltern und Familien hat der Verein einen neuen Namen für die Einrichtung gesucht. „Es sind 63 Vorschläge eingegangen“, berichtet Schimpf. Der Sieger wurde ausgewählt, bleibt aber vorerst geheim. Die Vorsitzende verrät nur so viel: „Der Name passt sehr gut, jeder weiß damit, was gemeint ist.“ Das Geburtstags-Sommerfest soll nächstes Jahr nachgeholt werden.

Der für Mitte September geplante Familien-Flohmarkt ist verschoben auf nächstes Frühjahr. Das beliebte Ferienprogramm in den Sommerferien ist abgesagt. Auch das, so Schimpf, „ist sehr schade. Viele Kinder haben sich schon darauf gefreut.“ Doch der Verein sehe keine andere Möglichkeit. Für die Einrichtung würden andere Auflagen gelten als für Kindertagesstätten, und für einen entsprechenden Betrieb seien die Räume zu klein. „Das können wir vergessen.“

Immerhin finanziell gibt es keine großen Sorgen. Das Team des MüZe arbeitet ehrenamtlich, und der Verein nutzt die ehemalige Hausmeisterwohnung an der Adalbert-Stifter-Straße mietfrei. Um die laufenden Nebenkosten decken zu können, könne der Verein voraussichtlich eine Finanzhilfe beantragen.

Heuer wollte das MüZe eigentlich auch umbauen. Die Schließzeit hätte der Verein gut dafür nutzen können, sagt Schimpf. Aber „leider verzögert die Corona-Pandemie die Planung“. Wie berichtet hat die Stadt 200 000 Euro im Haushalt bereitgestellt, um das Mütterzentrum zu renovieren und in Richtung Garten ein Spielecafé anbauen zu können.  sw

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