Tiefgarage am Karl-Lederer-Platz.
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Nicht mehr kostenlos ist ab dem 6. April die Tiefgarage am Karl-Lederer-Platz. Der „Shoppingtarif“ beträgt drei Euro für drei Stunden.

Tageshöchstgebühr beträgt zehn Euro

Tiefgarage am Karl-Lederer-Platz: Nach Ostern werden Parkgebühren fällig

Nach über 15 Monaten kostenlosen Parkens im Zentrum werden nach den Osterfeiertagen Gebühren fällig. Es bleiben aber immer noch etliche kostenfreie Parkplätze.

Geretsried – Ab Dienstag, 6. April, müssen Besucher der Tiefgarage am Karl-Lederer-Platz beim Hineinfahren ein Ticket an der Schranke ziehen – und im Gegensatz zu bisher vor der Ausfahrt auch bezahlen. Für die beiden ersten halben Stunden wird jeweils ein Euro fällig, die zweite Stunde kostet ebenfalls einen Euro und danach kostet jede angefangene Stunde 1,50 Euro. Die Tageshöchstgebühr beträgt 10 Euro. Die Garage ist von 6 bis 24 Uhr geöffnet.

Einige Geschäfte und Dienstleister erstatten die Parkhausgebühren teilweise oder ganz zurück. Dazu zählen aktuell der Edeka Impuls, die Sparkasse, die Hausärztliche Gemeinschaftspraxis Heiner Müller & Dr. Anita Klement, Intersport Utzinger, die Bäckerei Schmid-Bäck’, das Isar-Kaufhaus, der Subway-Imbiss und die Zahnarztpraxis Samtweiss. Das Rückvergütungssystem sei für die die Händler und Dienstleister maximal flexibel angelegt, erklärt Krämmel-Geschäftsführer Korbinian Krämmel in einer Pressemitteilung. Es gebe Wertgutscheine mit 50 Cent, einem und zwei Euro. „So kann jeder Partner individuell bestimmen, ab wann und in welcher Höhe Gutscheine an Kunden ausgegeben werden.“

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Einzelhandel und Gastronomie seien stark von der Pandemie betroffen, heißt es in der Mitteilung. Umso wichtiger erscheine es, „gemeinsam die positive Aufmerksamkeit auf das Einkaufen im Zentrum und das Gewerbe vor Ort zu lenken“. Das Bonussystem sei in Zusammenarbeit mit dem Einzelhändlerverein ProCit erarbeitet worden, so Korbinian Krämmel. Neben dem regulären Tarifsystem werde es zudem ab 6. April einen „Shoppingtarif“ geben: Drei Stunden in der Tiefgarage kosten drei Euro.

Das Rückvergütungssystem ist maximal flexibel angelegt.

Korbinian Krämmel

Wie berichtet hat auch der Stadtrat mit seinem Parkraumkonzept Ende vergangenen Jahres beschlossen, von Besuchern und Kunden ab April zwischen 8 und 18 Uhr Parkplatzgebühren zu kassieren. Damit will man auch das „wilde Parken“ auf dem Karl-Lederer-Platz unterbinden. Parkautomaten sollen in den kommenden Tagen aufgestellt und ebenfalls ab 6. April einsatzbereit sein.

Parken auf der Böhmwiese bleibt kostenlos

Umsonst bleibt das Parken nach wie vor auf der Böhmwiese, an der Egerlandstraße, am Fasanenweg und an der Petruskirche mit insgesamt 221 Plätzen. Wer nur eben schnell ein bestelltes Buch im Buchladen abholen oder Semmeln kaufen will, für den ist kostenfreies Kurzzeitparken für 30 Minuten mit Ticket möglich gegenüber dem Rathaus, am Martin-Luther-Weg und am Hermann-Löns-Weg. Einen Euro pro Stunde (maximal zwei Stunden möglich) schließlich kostet das Parken im direkten Rathausumfeld. Eine Rückerstattung für Besucher der Ratsstuben ist laut Stadt in Vorbereitung. Tanja Lühr

Anwohner protestieren gegen absolutes Haltverbot

Einige Anwohner des Hermann-Löns-Wegs protestieren gegen das absolute Halteverbot in ihrer Straße. Auch ein Anwalt hat sich eingeschaltet. Das Halteverbot besteht seit Beginn der Umbauarbeiten auf dem Karl-Lederer-Platz. Die Begründung der Stadt lautete damals, dass der Hermann-Löns-Weg neben dem Martin-Luther-Weg, der Graslitzer Straße und der B11-Ausfahrt Geretsried-Mitte eine von vier Zufahrtsmöglichkeiten für Lkw und Rettungsfahrzeuge zum Karl-Lederer-Platz sei. Eine Zufahrt über die Egerlandstraße ist bekanntlich seit der Großbaustelle dort nicht möglich. Auch wenn die Arbeiten am Karl-Lederer-Platz mittlerweile abgeschlossen sind, will die Stadt an der Regelung festhalten. Es sei wichtig, die Zufahrt insbesondere für Rettungsfahrzeuge offen zu halten, erklärt der städtische Pressesprecher Thomas Loibl. Mit dem neuen Parkraumkonzept ab 6. April kommt man den Anwohnern allerdings ein Stück weit entgegen. Am Hermann-Löns-Weg und am Martin-Luther-Weg seien wenige – und damit die Leistungsfähigkeit der Straßen nicht beeinträchtigende – Kurzzeitparkplätze vorgesehen, auf denen man werktags zwischen 8 und 18 Uhr maximal 30 Minuten kostenlos mit dem Auto stehen könne, erklärt Loibl.

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