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Nach Streit: Familie Fahrenschon richtet Waldsommer doch weiter aus

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Halten Geretsried die Treue: Claudia und Christian Fahrenschon haben einen neuen Vertrag mit der Stadt geschlossen.
Halten Geretsried die Treue: Claudia und Christian Fahrenschon haben einen neuen Vertrag mit der Stadt geschlossen. © Hans Lippert

Nach einem Streit hatte Festwirt Christian Fahrenschon den Vertrag mit der Stadt vorzeitig gekündigt. Nun bleibt er dem Waldsommer Geretsried aber doch erhalten.

Geretsried – Der Waldsommer in Geretsried soll abhängig von der pandemischen Lage auch in diesem Jahr wieder stattfinden. Das war klar. Nicht klar war jedoch die vergangenen Monate, wer das Volksfest an der Geretsrieder Jahnstraße künftig ausrichtet. Diese Frage hat die Stadt am Mittwoch in einer Pressemitteilung beantwortet: Der neue Festwirt ist der alte Festwirt. Der Haupt- und Finanzausschuss habe demnach in nicht-öffentlicher Sitzung einstimmig beschlossen, den Rosenheimer Festzelt- und Gastronomiebetrieb Fahrenschon erneut zu beauftragen. Geplant ist der Waldsommer von 27. Juli bis 7. August.

Die Fahrenschons hatten die jährliche Ausrichtung des Sommerfests 2017 übernommen. Vergangenes Jahr kam es zum Streit zwischen Festwirt Christian Fahrenschon und Drittem Bürgermeister Gerhard Meinl, der zu dem Zeitpunkt die Geschäfte im Rathaus führte. Grund waren die Corona-Auflagen. Fahrenschon wollte bei schlechtem Wetter weniger Sicherheitspersonal als per Bescheid geregelt einstellen, was Meinl ablehnte. Daraufhin beendete der Festwirt den Waldsommer einen Tag früher als geplant und kündigte seinen Vertrag mit der Stadt. Bürgermeister Michael Müller zeigte sich nach seinem Urlaub gesprächsbereit. Der Waldsommer müsse aber nun neu ausgeschrieben werden, wobei sich Familie Fahrenschon aber gerne erneut bewerben könne, sagte der Rathauschef damals.

Familie Fahrenschon hat sich erneut um Ausrichtung des Waldsommers Geretsried beworben

Das ist offenbar geschehen. Wie aus dem Rathaus zu hören ist, gab es insgesamt drei Interessenten, allerdings auch Unsicherheit, in diesen Zeiten etwas Neues zu etablieren. Mit der Beauftragung der Rosenheimer besteht dieses Problem nicht. Zumal die Familie Fahrenschon für traditionelle Volksfeste stehe und „unserem Fest damit neuen Schwung verliehen“ habe, wird Müller in der Mitteilung zitiert. In den beiden Pandemie-Jahren hätten Vorgaben und Auflagen die Durchführung des Waldsommers für Stadt und Wirt aber deutlich erschwert. Müller: „Umso mehr freut es uns, dass sich die Familie Fahrenschon erneut um die Ausrichtung des Sommerfestes beworben hat.“

Viel ist über die Einigung, die es hinter verschlossenen Türen gegeben haben muss, nicht zu erfahren. Fahrenschon spricht in der Mitteilung aber Spuren an, die die Belastungen der Pandemie bei ihnen hinterlassen hätten. „Wir sind dem Stadtrat sehr dankbar, dass er uns bei den Kosten für die vergangenen Alternativ-Veranstaltungen entgegengekommen ist.“ Ansonsten richtet er seien Blick nach vorne: „Jetzt ziehen wir wieder alle an einem Strang, für einen erfolgreichen Geretsrieder Waldsommer 2022.“  sw

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