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Nach Unstimmigkeiten: Stadt fördert „Ich für Dich“

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Die Caritas-Nachbarschaftshilfe „Ich für Dich“ und die Stadt Geretsried arbeiten weiter zusammen. Nach Unstimmigkeiten haben sich der Ausschuss für Jugend, Senioren, Soziales, Kultur und Sport (Jusskus) und der Kreisgeschäftsführer der Caritas, Wolfgang Schweiger, dafür ausgesprochen.

Geretsried – Die Nachbarschaftshilfe wird für das Jahr 2017 mit 2.714 Euro gefördert. „Wir wollen das Jahr nutzen, um uns aufzustellen“, sagte Schweiger.

Der Antrag, mit dem der Kreisgeschäftsführer am Dienstag in die Sitzung kam, hat eine Vorgeschichte. Seit 2013 hatte die Stadt „Ich für Dich“ jährlich mit 5.000 Euro gefördert. 2015 und 2016 beantragte die Caritas 10.000 Euro, um gestiegene Personalkosten stemmen zu können. Den Antr

ag stornierte die Caritas Ende vergangenen Jahres aber wieder und zahlte den Kostenüberschuss zurück. Gleichzeitig beantragte sie aber erneut die Auszahlung einer Kostenbeteiligung für 2017 – der Jusskus lehnte dies ab.

Nun kam Schweiger mit einer überarbeiteten Rechnung in die Sitzung, „um zu klären, wo wir stehen und welchen Stellenwert wir haben“. Der Hintergrund: Claudia König-Heinle, die zuvor bei der Nachbarschaftshilfe der Caritas tätig war, hat mit ihrem Mann einen eigenen Verein mit ähnlicher Zielsetzung gegründet, die Seniorenhilfe Oberland. „Ein Teil unserer 45 bis 50 ehrenamtlichen Helfer wird uns wahrscheinlich verlassen, es ist auch die Frage, ob Kunden mitgehen“, sagte Schweiger. Außerdem sei schwer abzuschätzen, wie die neuen Richtlinien des Pflegestärkungsgesetzes II die Arbeit verändern.

„Ich für Dich“ unterstützt Menschen in der dritten Lebensphase im eigenen Wohnraum. Die Ehrenamtlichen erhalten dafür eine Aufwandsentschädigung. „Die Förderung brauchen wir aber nicht für die Koordination der Helfer, sondern für die Beratung der Senioren. Das können wir nicht abrechnen.“

Schweiger überzeugte den Ausschuss mit einem überarbeiteten Konzept. Die Nachbarschaftshilfe wurde aus der Stelle „Soziale Dienste“ herausgenommen und ist jetzt in der „Sozialstation“ angesiedelt. So sei der Wechsel leichter zu bewerkstelligen, wenn jemand pflegerische Hilfe benötige. Zudem sei sie täglich erreichbar. Die Leitung hat Altenpflegerin Christine Feichtinger.

„Wenn es die Nachbaschaftshilfe nicht gebe, wäre da eine Lücke“, sagte Heidrun Dodenhöft (Freie Wähler). So sah das auch Sabine Lorenz (CSU), die keine Konkurrenz zu anderen Vereinen ausmachte: „Es wären viel mehr Angebote nötig.“

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