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Beim Spazierengehen soll ein Fremder am Freitagvormittag einer Geretsriederin (24) ihren einjährigen Buben entrissen haben.

Mann bot Bub Schokolade an

Fremder packt Kleinkind: Neue Details der Polizei

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Geretsried – Was geschah bei der möglichen Kindesentführung eines Buben (1) in Geretsried? Nach der Befragung erster Zeugen teilt die Polizei neue Details mit.

++ Update vom 23. März: Die Polizei hat zahlreiche Augenzeugen befragt. Jetzt stellt sich der Fall ganz anders dar.

Beamte der Weilheimer Kriminalpolizei haben nach dem mysteriösen Vorfall auf der Richard-Wagner-Straße in Geretsried erste Zeugen befragt. Sie sprachen auch mit der Mutter des einjährigen Buben, den ein bislang unbekannter Mann am Freitagvormittag hochgehoben und weggetragen haben soll. „Es muss zunächst geklärt werden, ob sich der geschilderte Fall tatsächlich so zugetragen hat“, sagt Jürgen Thalmeier, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim, auf Nachfrage unserer Zeitung. 

Fremder bot dem Buben zunächst Schokolade an

Wie berichtet hatte eine 24-jährige Geretsriederin am Freitag gegen 11.30 Uhr die Polizei alarmiert. Sie gab an, dass ihr beim Spazierengehen mit ihrem Sohn zwei Männer im Alter zwischen 17 uns 21 Jahren entgegen gekommen sind. Laut Erkenntnissen der Polizei bot einer der Männer dem Kleinkind Schokolade an. Dann habe der Unbekannte plötzlich den Buben gepackt und sich mit ihm ein Stück entfernt.

„Die Frau schrie den Mann an, auch der Einjährige wehrte sich“, berichtete Hauptkommissar Markus Weßner. Schließlich habe der Unbekannte das Kind wieder losgelassen und „beide Männer entfernten sich langsam gehend in Richtung Sudetenstraße“. Das Kind blieb unverletzt. Eine Fahndung in Geretsried blieb ohne Ergebnis. Die Kripo übernahm die Ermittlungen und gab einen Zeugenaufruf heraus.

Tatbestand der möglichen Kindesentführung nicht ausgeschlossen

Sollte sich die Situation an der Richard-Wagner-Straße tatsächlich so zugetragen haben, würde die Polizei wegen Verdachts der Kindesentführung ermitteln, sagt Thalmeier. Laut dem Strafgesetzbuch wird derjenige mit Geldstrafe oder bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe belangt, der ein Kind – ohne dessen Angehöriger zu sein – den Eltern entzieht oder vorenthält. Auch der Versuch ist strafbar.

dor

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