+
Chef von 463 Schülern und über 50 Lehrern: Florian Kropius ist seit Anfang des Schuljahres Leiter der Geretsrieder Mittelschule, hier vor dem Adalbert-Stifter-Schulhaus. Seinen Schülern dürfte es gefallen, dass er in seiner Freizeit in der Punkrock-Band „Scorefor“ singt.

Er kommt aus Sachsenkam

Der neue Schulleiter der Geretsrieder Mittelschule singt nebenbei in einer Punkrock-Band

  • schließen

Die Geretsrieder Mittelschule hat einen neuen Leiter: Florian Kropius will nun die Talente seiner Schüler fördern. Nebenbei singt der Sachsenkamer in einer Punkrock-Band.

Geretsried – Nicht nur das Geretsrieder Gymnasium hat mit Christoph Strödecke (46) einen neuen, jungen Direktor. Die benachbarte Mittelschule hat ebenfalls einen neuen und sogar noch jüngeren Chef. Der Sachsenkamer Florian Kropius (38) ist seit Anfang September Schulleiter in Geretsried.

Kropius’ Vorgängerin, Magdalena Singer, verabschiedete sich Ende des vergangenen Schuljahres ohne großes Aufheben in den Ruhestand. „Sie durfte ein Jahr früher als geplant in den Ruhestand gehen“, berichtet Kropius im Gespräch mit unserer Zeitung. Daraufhin rückte der Pädagoge nach. Kropius legte eine steile Karriere hin: Er begann seine Laufbahn in Geretsried als Lehramtsanwärter im Jahr 2006. Vor zweieinhalb Jahren übernahm er den Posten von Konrektorin Katrin Menzl. „Sie wurde Seminarleiterin und bildet Lehrkräfte aus“, erklärt der Familienvater.

In der Folgezeit ging er Schulleiterin Singer zur Hand. Gemeinsam leiteten sie die Mittelschule, die seit der Zusammenlegung der beiden Geretsrieder Hauptschulen in zwei Häusern – dem Karl-Lederer-Haus und dem Adalbert-Stifter-Haus – untergebracht ist. Diese Umstellung, damals noch unter der Leitung von Eva-Maria-Hörmann, erlebte Kropius als Lehrer mit. „Das war eine Aufgabe, die Frau Hörmann sehr gut gemeistert hat“, erinnert sich der gebürtige Tölzer. Es galt zwei komplett verschiedenen Lehrerkollegien zusammenzulegen und die unterschiedlichen Schulprofile zusammenzuführen. Weil die beiden Häuser knapp zwei Kilometer voneinander entfernt liegen, gab es auch logistische Probleme. „Aber damit haben wir uns arrangiert“, sagt Kropius. Er selbst sei an Schultagen im Stifter-Haus präsent, seine Stellvertreterin Claudia Kosen ist im Lederer-Haus. „Wir greifen halt öfter zum Telefonhörer, um uns abzustimmen.“

Wie berichtet plant die Stadt, das in die Jahre gekommene Stifter-Haus umfangreich zu sanieren. „Da sind wir dran“, sagt der Schulleiter. „Das wollen wir gescheit anpacken und zu Ende bringen.“ Ebenfalls anpacken will er bei seinen Schützlingen: Kropius möchte noch mehr und weiter auf die Stärken seiner Schüler achten und ihre Talente fördern. „Ich möchte weg vom Rotstift hin zum Grünstift“, sagt der 38-Jährige. Auch für Kunst und Kultur will er die Schule weiter öffnen.

Und was sagen die Kollegen, dass einer aus ihrem Kreis nun ihr Chef ist? „Das ist schon ungewöhnlich“, gibt der Sachsenkamer zu. „Aber sie haben es mir sehr leicht gemacht. Es gibt kein Kompetenzgerangel.“ Das Kollegium sei insgesamt sehr jung. „Es gibt viele Lehrer, die jünger sind als ich.“ nej

Lesen Sie auch: „Die Mittelschule sucht den Superstar“ für mehr Selbstbewusstsein

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Blaulicht-Ticker: Bürgermeister alarmiert Polizei - Königsdorfer Fußballplatz verwüstet
Rund um die Uhr sind Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst in der Region Wolfratshausen/Geretsried im Einsatz - oft mit Blaulicht und Sirene. Hier alle Meldungen dazu.
Blaulicht-Ticker: Bürgermeister alarmiert Polizei - Königsdorfer Fußballplatz verwüstet
Deshalb steigt der Dorfladen in den Onlinehandel ein
Für den Geltinger Dorfladen hat die Genossenschaft in diesem Jahr noch viele Pläne. So will das Geschäft seine Produkte künftig auch online verkaufen - dazu haben die …
Deshalb steigt der Dorfladen in den Onlinehandel ein
In der Dienststelle fließen Tränen: Die Wolfratshauser Polizei erklärt warum
In der Wolfratshauser Polizeidienststelle flossen am Samstag Tränen. Den Anlass dazu lieferte eine grundehrliche  Münchnerin.
In der Dienststelle fließen Tränen: Die Wolfratshauser Polizei erklärt warum
Zwei Männer zünden AfD-Wahlplakat an - jetzt ermittelt die Polizei
Es mag eine politische Botschaft dahinterstecken, für die Polizei ist es Sachbeschädigung. Zwei Männer haben am Samstag ein Wahlplakat der AfD angezündet. 
Zwei Männer zünden AfD-Wahlplakat an - jetzt ermittelt die Polizei

Kommentare