Stolz auf das neue Projekt: (v. li.) Dritter Landrat Klaus Koch, Caroline Weyh von der Inselhaus Kinder- und Jugendhilfe, Pädagogin Bettina Forster, Schulleiter Martin Tiefenmoser sowie Angelika Schmidbauer und Elke Burghardt vom Inselhaus.
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Stolz auf das neue Projekt: (v. li.) Dritter Landrat Klaus Koch, Caroline Weyh von der Inselhaus Kinder- und Jugendhilfe, Pädagogin Bettina Forster, Schulleiter Martin Tiefenmoser sowie Angelika Schmidbauer und Elke Burghardt vom Inselhaus.

Kooperation zwischen Franz-Marc-Schule und Inselhaus Kinder- und Jugendhilfe

Geretsried: Neue Tagesstätte für Vorschulkinder mit erhöhtem Förderbedarf

  • Doris Schmid
    vonDoris Schmid
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Ein neues, einzigartiges Ganztagsangebot für Vorschulkinder mit besonderem Förderbedarf gibt es seit Anfang des Schuljahres an der Franz-Marc-Schule.

  • Die Franz-Marc-Schule in Geretsried ist ein sonderpädagogisches Förderzentrum
  • Dort gibt es jetzt auch ein Angebot für Vorschulkinder mit besonderem Förderbedarf
  • Dabei handelt es sich um Nachmittagsangebot der Inselhaus Kinder- und Jugendhilfe - eine heilpädagogische Tagesstätte

Geretsried – In Kooperation mit der Inselhaus Kinder- und Jugendhilfe aus Wolfratshausen werden bis zu acht Mädchen und Buben auf die Schulzeit vorbereitet.

Am sonderpädagogischen Förderzentrum am Robert-Schumann-Weg gibt es vormittags bereits eine sogenannte Schulvorbereitende Einrichtung (SVE). Sie wird besucht von Vorschulkindern mit Entwicklungsverzögerungen oder anderen Auffälligkeiten und von Kindern, die vom Schulbesuch zurückgestellt wurden. Ergänzt wird die SVE nun um ein Nachmittagsangebot der Inselhaus Kinder- und Jugendhilfe: eine Heilpädagogische Tagesstätte (HPT), die „Vorschul-Insel“, für Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren. Kostenträger sind die Regierung von Oberbayern, der Bezirk Oberbayern sowie der Landkreis.

Je früher die Förderung beginnt, desto besser

Dritter Landrat Klaus Koch freut sich besonders über das neue Angebot. Er war selbst Pädagoge an der Franz-Marc-Schule und ist nun Rektor am sonderpädagogischen Förderzentrum in Bad Tölz. Die HPT biete nicht nur Betreuung, sondern einen präventiven Mehrwert. Ein möglichst frühes Angebot sei effektiver als ein „Nachheilen“. Eine spätere Förderung könne so wahrscheinlich verhindert werden, sagte der stellvertretende Landrat bei der Vorstellung des Projekts.

Die Geschäftsführerin der Inselhaus Kinder- und Jugendhilfe, Angelika Schmidbauer, stieß ins gleiche Horn. Sie erinnerte aber auch an die bürokratischen Hürden, die es zu überwinden galt. Vier Jahre sei an das Projekt hingearbeitet worden. „Jetzt haben wir was, das der Chancengerechtigkeit von Kindern dient.“ Den Mädchen und Buben könne so früher Selbstvertrauen vermittelt werden. „In der Schule geht es um Leistung“, sagte Schmidbauer. Bei Kindern mit erhöhtem Förderbedarf führe das oftmals zu Unsicherheit in der Familie. Das neue Angebot trage dazu bei, dass sich Familien sicherer fühlen, Eltern entspannter seien und an „Erziehungskompetenz“ gewinnen.

Auch in den Ferien an etwa 30 Tagen geöffnet

Aktuell befindet sich die HPT in zwei Räumen der Franz-Marc-Schule. Die Einrichtung sponserte laut Schmidbauer die Castringius Kinder- und Jugendstiftung aus München. Den Kindern werde ein abgestimmter Tagesablauf in gleichbleibenden Räumen ermöglicht. Kleinbusse bringen sie morgens zur Einrichtung und nachmittags um 16.30 Uhr nach Hause. Auch in den Ferien ist die Gruppe der heilpädagogischen Tagesstätte an etwa 30 Tagen geöffnet.

Voraussetzung für den Besuch der HPT ist ein medizinisches oder psychiatrisches Gutachten.

nej

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