Christkindlmarkt in Gelting
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„Wahrscheinlich werden wir es nicht machen können“: Auch der Christkindlmarkt in Gelting wird wegen Corona vermutlich abgesagt werden müssen.

CORONA

Geretsried: Nicht für alle Christkindlmärkte in der Stadt wird es Alternativen geben

In diesem Advent wird vieles anders sein. Wegen Corona können Christkindlmärkte nicht in gewohnter Form stattfinden. Alternativen sind nur teilweise geplant.

Geretsried – In der größten Stadt des Landkreises folgt in der Vorweihnachtszeit für gewöhnlich ein Christkindlmarkt auf den nächsten. An nahezu jedem Wochenende ist in mindestens einem Stadtteil etwas geboten. Coronabedingt wird die Adventszeit heuer allerdings anders verlaufen.

Um trotz der Ausnahmesituation etwas anbieten zu können, plant die Stadt wie berichtet eine Alternative für den Christkindlmarkt am Karl-Lederer-Platz. Entsprechend den Bestimmungen der Staatsregierung ist ein großes Marktgeschehen nicht möglich, Einzelstände sind es schon. Das Rathaus feilt weiterhin an einem coronakonformen Konzept, so Pressesprecher Thomas Loibl. „Das ist aber natürlich abhängig vom Infektionsgeschehen.“

Der Trägerverein für Jugend- und Sozialarbeit möchte sich an der Christkindlmarkt-Alternative am Karl-Lederer-Platz mit einem Stand beteiligen, teilt Geschäftsführer Rudi Mühlhans auf Nachfrage mit. Zudem überlege man sich eine Alternative für die Weihnachtsfeier in Stein, die der Verein dort seit ein paar Jahren vor dem Ein-Stein fernab von Hektik und Kommerz organisiert. „Einen Markt wird es sicher nicht geben, aber wir schauen, was möglich ist“, so Mühlhans. Details seien noch nicht spruchreif.

Für den Handwerklichen Weihnachtsmarkt am Neuen Platz dagegen wird es keine Alternative geben. Dort hätte das ehrenamtliche Team um Gerdi Paul, Inhaberin von „Gerdi’s Hairstyling“, mit Unterstützung des Quartiersmanagements heuer zum fünften Mal für Budenzauber, Musik und Crêpes-Duft gesorgt. „Wir haben entschieden, dass uns das Risiko zu groß ist“, sagt Paul schweren Herzens.

Bereits abgesagt haben auch die Freunde Djibos ihren alljährlichen gemeinnützigen Weihnachtsbasar in der Geltinger Turnhalle. „Es tut uns furchtbar weh“, sagt Vereinsvorsitzende Irmgard Hurnaus. Doch mit der Unsicherheit und den coronabedingten Sicherheitsvorkehrungen sei den Ehrenamtlichen die Planung nicht möglich gewesen. Stattdessen hoffen die Freunde Djibos, Selbstgemachtes bei der städtischen Christkindlmarkt-Alternative verkaufen zu können. Hurnaus: „Vielleicht können wir 2021 auch unterm Jahr etwas veranstalten.“

Für den zweiten vorweihnachtlichen Termin in Gelting besteht ebenfalls wenig Hoffnung. „Wahrscheinlich werden wir es nicht machen können“, sagt Sebastian Schrills vom Burschenverein, der den Christkindlmarkt auf dem Dorfplatz organisiert. Eine endgültige Entscheidung sei zwar noch nicht getroffen, da man nicht so viel Vorlauf brauche. Doch vermutlich werde man der Gesundheit zuliebe aussetzen. Zumal bei Auflagen wie einer Einlasskontrolle das Flair verloren gehen würde. Schrills: „Wir hoffen, dass es nächstes Jahr wieder anders sein wird.“

Auf dem Christkindlmarkt gibt es immer eine lebende Krippe von Franz Wirtensohn. Auch für ihn führt kein Weg an einer Absage vorbei, „wenn es so weitergeht“, sagt der CSU-Stadtrat. „Es ist sehr schade. Das ist immer eine richtig schöne Zusammenkunft.“  sw

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