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Hoch das Bein: Keine Spur von Müdigkeit zeigten Darsteller und Zuschauer nach der gut dreistündigen Musicalshow.

Das Publikum feierte mit

Party im Zirkuszelt: Halamek begeistert mit „Musical Moments“ beim Kulturherbst

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„Musical Moments“ auf dem Geretsrieder Kulturherbst: Der Waldramer Dominik Halamek begeistert mit magischen Momenten unter der Zirkuskuppel – und das Publikum klatschte, sang und tanzte mit.

Geretsried – Halbstarke in Lederjacken, Mädchen mit Pünktchenkleidern, Petticoats und Pumps: Spätestens, als die Klänge von „You’re The One That I Want“ ertönten, wurde wohl dem Letzten klar, dass sich auf der Bühne gerade Sandy und Danny aus dem Rockabilly-Musical „Grease“ anschmachteten – und das ganze Publikum klatschte und sang mit.

Die Bestuhlung im Zirkuszelt an der Jahnstraße war bei der Kulturherbst-Veranstaltung am Mittwochabend fast überflüssig. Gleich zu Beginn der Show „Musical Moments“ gab der norwegische Künstler Espen Nowacki ein Versprechen: „Unser Ziel ist, dass sich am Ende alle jünger und frischer fühlen.“ Die Gäste zögerten nicht lange, und als die „Blues Brothers“ mit den typischen schwarzen Sonnenbrillen und Hüten „Everybody Needs Somebody To Love“ anstimmten, war nicht klar, ob das Publikum oder die insgesamt acht Darsteller mehr Spaß am Twisten und Tanzen hatte.

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Stichwort Tanz:Dominik Halamek aus Waldram, der die Show choreografierte, trat selbst als Darsteller auf. Mit seiner Partnerin als „Baby“ stand er beim Mambo zum „Dirty Dancing“-Titelsong „Time of my Life“ den Filmcharakteren in nichts nach – Hebefigur eingeschlossen. Und als Halamek im glitzernden Nonnenkostüm mit seinen Chorschwestern zu den Gospel-Pop-Songs des himmlischen Musicals „Sister Act“ einen Breakdance aufs Parkett legte, tönte tosender Applaus durch die gut gefüllten Ränge.

Durchschnaufen konnten die Musicalfans bei gefühlvollen Balladen aus „Evita“ und „Elisabeth“. Als das „Phantom der Oper“ stilecht mit weißer Maske von seiner Liebe zur Musik sang, wirkten die Zuschauer ebenso angetan wie seine angebetete Christine in ihrem blauen Ballkleid.

Überhaupt gelang es den fünf Frauen und drei Männern allein durch ihre Stimmen und die opulenten Kostüme, die unzählige Male gewechselt wurden, ihr Publikum in die magische Welt der 18 verschiedenen, zum Teil Jahrzehnte alten Musicals eintauchen zu lassen. Als es im Zelt plötzlich dunkel wurde, bahnten sich unheimliche Gestalten ihren Weg durch die Stuhlreihen, die so manchen Gast erschreckten – der „Tanz der Vampire“ begann. Das anschließende Duett zwischen dem untoten Graf und der sterblichen Sarah sorgte für Gänsehaut.

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Im zweiten Teil wurde die Show zu einer großen Party für alle Anwesenden. Rockige Klänge und Luftgitarren-Einlagen animierten beim Queen-Klassiker „We Will Rock You“ zum Mitklatschen. Vor dem „Time-Warp“ aus der „Rocky Horror Picture Show“ lernte das Publikum kurz die Schritte, das Schunkeln zu Udo Jürgens Schlager „Griechischer Wein“ funktionierte von selbst.

Zum Schluss versammelte sich die Musical-Mannschaft um Nowacki und Halamek in goldglänzenden Anzügen und paillettenbesetzten Kleidern auf der Bühne und ließ den Abend mit „Thank You For The Music“ ausklingen. Die Ankündigung am Anfang wurde erfüllt: Als die Besucher das Zelt nach gut drei Stunden verließen, war von Müdigkeit keine Spur. Im Gegenteil: Der eine oder andere summte noch auf dem Nachhauseweg eine der zahlreichen Musical-Melodien. Die Ohrwürmer für die nächsten Tage gab es inklusive. mh

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