Medien: US-Schriftsteller Philip Roth ist tot

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Nächster Halt Geretsried: Über 4350 Sozialversicherungs-Beschäftigte pendeln in die größte Stadt im Landkreis ein. Die Anbindung an das S-Bahn-Netz wäre eine große Erleichterung.

Tausende arbeiten außerhalb der Stadt 

Pendler hoffen auf S-Bahn

Geretsried hat mehr Auspendler als Einpendler. In den Firmen ist der Anteil an Mitarbeitern von außerhalb trotzdem recht hoch. Viele, die aus München kommen, würden sich eine S-Bahn-Verbindung bis nach Geretsried wünschen.

Geretsried Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ist schön zum Wohnen. Aber zum Arbeiten fährt ein Großteil der Menschen nach München oder in die benachbarten Landkreise. 9771 Sozialversicherungs-Beschäftigte pendeln nach Auskunft der Agentur für Arbeit ein, 22 422 pendeln aus. Nach Geretsried kommen rund 4350 Frauen und Männer, um hier ihr Geld zu verdienen, rund 6450 tun dies in anderen Städten und Gemeinden.

In der Stadtverwaltung selbst arbeiten nach Auskunft von Pressesprecher Thomas Loibl 140 Beamte und Angestellte. 42 von ihnen pendeln tagtäglich ins Rathaus, manche von ihnen in Fahrgemeinschaften. Einen weiten Anfahrtsweg hat Stadtjugendpflegerin Sonja Schütz. Sie legt einfach 58 Kilometer von Böbing im Landkreis Weilheim-Schongau nach Geretsried zurück. Warum sie das auf sich nimmt? „Ich wollte unbedingt die Stelle als Stadtjugendpflegerin, weil das schon immer mein Traumberuf war“, berichtet sie. Diesen Posten biete nicht jede Kommune, in Weilheim sei er schon vergeben gewesen. Also setzt sich die Diplom-Sozialpädagogin jeden Morgen in ihren Wagen und kurvt eine Dreiviertelstunde lang – im Winter auch länger – über Landstraßen und die Garmischer Autobahn nach Geretsried. „Klar wäre es mit öffentlichen Verkehrsmitteln bequemer“, sagt Schütz. „Aber ich kann ganz gut abspannen beim Autofahren. Oft nutze ich die Zeit, um mit einer CD Spanisch zu lernen.“ Ein Umzug an ihren Arbeitsort wäre für die in Böbing fest verwurzelte junge Frau keine Option.

Tyckza: Von 350 Beschäftigten sind 108 Einpendler

Astrid Gövert Pressesprecherin von Tyczka Energy.

Bei Tyczka Energy sind nach Angaben von Pressesprecherin Astrid Gövert von 350 Beschäftigten 108 Einpendler. Sie stammen aus dem Landkreis, aus Starnberg, Landsberg am Lech, Fürstenfeldbruck, München, Weilheim, Miesbach, Schwandorf und Schwaben. „Sicher wäre eine S-Bahn-Anbindung bis Geretsried gerade für die Mitarbeiter aus München wünschenswert“, sagt Gövert.

Rohi: Einige Mitarbeiter bilden Fahrgemeinschaften

Auch die in München lebenden Mitarbeiter des Stoff-Herstellers Rohi würden gerne die S-Bahn benutzen, wenn sie in Geretsried-Süd halten würde. Die meisten Kollegen in der Designabteilung und im Vertrieb kommen laut Marketing-Leiterin Judith Steiner aus der Landeshauptstadt. Die Kollegen in der Produktion würden zumeist in Geretsried oder in der Nähe wohnen. Zehn von 50 Mitarbeitern seien Einpendler. „Wir beschäftigen auch immer 12 bis 13 Praktikanten, die teilweise in München leben und kein eigenes Auto haben. Für sie wäre die S-Bahn bis Geretsried sehr praktisch. Muss man in Wolfratshausen erst auf den Bus warten, dauert es insgesamt doch recht lange“, sagt Steiner. Einige Mitarbeiter würden Fahrgemeinschaften bilden.

DMG Mori: 10 von 31 Mitarbeitern pendeln

Beim Maschinenhersteller DMG Mori München an der Lausitzer Straße kommen nach Auskunft von Sachbearbeiterin Maximiliane Kuhner 10 von 31 Mitarbeitern aus München, Garmisch-Partenkirchen und Murnau. „Von den Münchnern würden sicher einige die S-Bahn benutzen, wenn sie vor der Haustüre halten würde“, sagt Kuhner. Fahrgemeinschaften seien ihr nicht bekannt, die meisten wollten wohl unabhängig sein.

Schwierigkeiten mit Parkplätzen für die Einpendler gibt es eher nicht. Die großen Firmen haben genügend Kapazitäten, wie sie sagen. Auch mitten in der Stadt bereitet die aktuelle Großbaustelle offenbar keine Probleme. Pressereferent Loibl meint, im erweiterten Umfeld des Rathauses gebe es genügend Parkmöglichkeiten.

Tanja Lühr

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