Infostand der Allianz Wassersport Geretsired vor einem Supermarkt
+
Auf Stimmenfang: An Infoständen sammelten die Wassersportler am Samstag Unterschriften.

Vereine wehren sich gegen drohende Nutzungsgebühren für Hallenbad

Petition: „Allianz Wassersport Geretsried“ knackt 1000er Marke

Die Geretsrieder Wassersportvereine erhalten Zuspruch für ihre Petition. Rund 1500 Unterschriften haben sie bereits gesammelt. Und sie wollen weiter um Unterstützung werben.

  • „Allianz Wassersport Geretsried" startet Petition gegen drohende Nutzungsgebühren im neuen Hallenbad
  • Innerhalb von zwei Wochen unterschreiben 1500 Menschen
  • Vereine wollen weiter Druck machen

Geretsried – Innerhalb von zwei Wochen hat die „Allianz Wassersport Geretsried“ rund 1500 Unterschriften gesammelt. Der Zusammenschluss von vier Vereinen, dem Ortsverband der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), des Wassersportvereins (WSV) 72 und der Reha-Sport-Freunde sowie dem Tauchclub Oberland (TCO), will in den nächsten Wochen weiterhin offensiv um Unterstützer werben.

Anfang September hatte die Allianz wie berichtet die Petition „Rettet den Wassersport in Geretsried – keine Nutzungsgebühren für Vereine im neuen Hallenbad“ gestartet. Sie will damit den Druck in der Diskussion um Nutzungsgebühren für Vereine im interkommunalen Hallenbad erhöhen, das nächstes Jahr eröffnen soll. Auf dem Tisch liegt ein Kostenmodell, wonach die Stadt 70 Prozent der Gebühren von Geretsrieder Wassersportvereinen übernehmen will. 30 Prozent müssten sie selbst tragen. Bislang sind alle Geretsrieder Sportvereine von Hallennutzungsgebühren befreit.

DLRG, WSV, Reha-Sport-Freunde und TCO kämpfen dafür, dass dieser Grundsatz weiterhin auch für die Wassersportler gilt. Ihre Petition läuft über das Internetportal „Open-Petition“. Nach zwölf Tagen hatten sie die 1000erMarke geknackt. Maiko Alpers, Vorsitzender des Geretsrieder DLRG-Ortsverbands, geht davon aus, dass inzwischen 1500 Unterschriften vorliegen.

Ehrenamtliche Mitglieder waren am Samstag mit Info-Ständen vor den Supermärkten Kaufland und Edeka Heininger, um dort persönlich auf ihr Problem aufmerksam zu machen. Die dort auf Papier gesammelten Unterschriften müssen online noch nachgetragen werden.

Alpers ist mit dem Zuspruch zufrieden. „Ich habe am Samstag nur eine Stimme gegen uns gehört, das war eine Stadträtin“, berichtet der Vorsitzende. Alle anderen hätten bereitwillig unterschrieben. „Es ist sehr ermutigend, wie offen die Bürger – und hier in der Mehrzahl solche, die mit Schwimmsport gar nichts zu tun haben – für unser Problem waren“, so Alpers. Dass allein am Samstag mehrere Hundert das Anliegen unterstützt haben, „zeigt uns, dass die Geretsrieder vollstes Verständnis haben, dass nicht bestimmte Sportarten durch Kosten belastet werden sollten, während alle anderen Vereine weiterhin kostenfrei die städtischen Anlagen nutzen dürfen“, sagt auch Uwe Röhler, zweiter Vorsitzender des WSV 72.

Die Petition kann über das Internetportal über sieben Wochen laufen. Zusätzlich wollen die Wassersportler weiterhin in der Stadt präsent sein, kündigt Alpers an. Er vermutet, dass sich der Stadtrat im Oktober mit dem Thema befasst. Vorher wolle die Allianz auch mit den Fraktionen sprechen. Das in einer Betreiberstudie vorgeschlagene Gebührenmodell war vor der Sommerpause im Ausschuss für Jugend, Senioren, Soziales, Kultur und Sport nur knapp befürwortet worden. Die Ausschussmitglieder von CSU und Geretsrieder Liste hatten dafür gestimmt, von der Verwaltung eine entsprechende Förderrichtlinie erarbeiten zu lassen.

sw

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare