Das Gewerbegebiet Gelting.
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„Wachstum richtig lenken“

Im Auftrag der Stadt: Planungsverband erstellt Gewerbeentwicklungskonzept

  • Susanne Weiss
    vonSusanne Weiss
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Geretsried will auch künftig ein attraktiver und zukunftsgerichteter Wirtschaftsstandort sein. Dazu erstellt der Planungsverband nun ein Gewerbeentwicklungskonzept.

Geretsried – Die größte Stadt des Landkreises wächst. Für das Jahr 2036 wird mit 36 000 Einwohnern gerechnet. Das hat Auswirkungen auf alle Bereiche. Einen davon nimmt sich der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München jetzt vor. Der Stadtrat hat ihn beauftragt, ein Gewerbeentwicklungskonzept zu erstellen.

Die Stadt wolle sich auch künftig als attraktiver und zukunftsgerichteter Wirtschaftsstandort positionieren. „Dazu ist es wichtig, die gezielte Ansiedlung neuer Betriebe strategisch auszurichten und die Bestandsbetriebe am Standort zu halten“, erklärte Rebecca Geisler, Wirtschaftsförderin der Stadt, in der jüngsten Ratssitzung. Das sei auch wichtig, um Arbeitsplätze zu schaffen.

Wie das Gewerbeentwicklungskonzept erstellt wird, erläuterte Stadtplanerin Carola Seis vom Planungsverband. In erster Linie werde verwaltungsintern an dem Thema gearbeitet. Eine Bürgerbeteiligung sei nicht geplant. Auf Nachfrage von Volker Reeh (Geretsrieder Liste) versprach Seis, dass der Stadtrat über Zwischenschritte informiert werde.

Das Gewerbeentwicklungskonzept beinhaltet eine Standortanalyse, die Zielfestsetzung für eine integrierte Stadtentwicklung und Handlungsempfehlungen. „Wir arbeiten nicht für die nächsten fünf Jahre, sondern geben auch kurz-, mittel- und langfristige Empfehlungen ab“, so Seis. „Wachstum richtig lenken“ laute das Motto. Man müsse vertiefende Untersuchungen des Standortspotenzials vornehmen und sich fragen, was zukunftsorientierte Unternehmen suchen, wenn sie sich im Raum München ansiedeln wollen.

Berücksichtigt werden solle bei dem Konzept auch der Flächennutzungsplan, an dessen Aktualisierung der Planungsverband für Geretsried arbeitet. Aus der Bestandsaufnahme, die dafür gemacht wurde, gehe hervor, dass Wohnen und Arbeiten überall stattfinde. Für das Gewerbeentwicklungskonzept wird Geretsried in seiner Gesamtheit betrachtet. In Gelting bieten sich wie berichtet Flächen für die Ansiedlung weiterer Gewerbeflächen an, wenn dort eine S-Bahn-Haltestelle entsteht. „Dort spielen aber auch Dorfentwicklung, Sport, Freizeit und Kultur eine Rolle.“ Im Stadtgebiet könne in Absprache mit Wolfratshausen ein FOS/BOS-Standort ins Spiel gebracht werden. Um die Aufenthaltsqualität für Geschäftsreisende und Touristen zu steigern, solle untersucht werden, wo sich weitere Gastronomie- und Hotellerie-Betriebe ansiedeln könnten.

Als Wirtschaftsreferent des Stadtrates begrüßte Volker Reeh die Erarbeitung eines Gewerbeentwicklungskonzepts. „Für uns als Stadt ist es ganz wichtig zu wissen, wohin wir uns entwickeln.“ Er mahnte aber an, dass sich am Ende nicht nur Logistiker ansiedeln dürfen, wie dies im neuen Geltinger Gewerbegebiet der Fall sei. Zudem bat er darum, das Konzept offen zu halten und Alternativen zu bieten. Es solle nicht nur ein „Entwurf, so wird’s“ werden. Der Stadtrat befürwortete die Beauftragung des Planungsverbands einstimmig.  sw

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