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Immer gut besucht: das TuS-Seniorenturnen mit Übungsleiterin Therese Schwartz (vorne li.). Nun gibt die 77-Jährige ihr Amt für mehr Zeit mit der Familie auf. (Klicken Sie, um das Bild ganz zu sehen)

Resis treue Turner

Resi Schwartz leitet 33 Jahre lang die TuS-Senioren

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Geretsried - Es ist eine beeindruckend lange Zeit: 33 Jahre lang leitete Therese Schwartz die Seniorenturngruppe des TuS Geretsried. Jetzt legt die 77-Jährige ihr Amt nieder.

Fast ein halbes Jahrhundert gab sie das Kommando: Therese Schwartz – und zwar als Übungsleiterin beim TuS Geretsried. Die Zahl ihrer Engagements in der Turnabteilung ist beeindruckend: Schwartz leitete nicht nur die Kinderturngruppe und 33 Jahre lang das Seniorenturnen, sondern gründete auch einige neue Gruppen. Nun gibt die 77-Jährige ihr Amt als Übungsleiterin auf – für mehr Zeit mit der Familie.

Die Senioren blieben ihrer Resi bis zur letzten Sportstunde treu. Wie immer war der Kurs gut besucht. „Ich wäre ja eigentlich schon viel früher gegangen“, sagt Schwartz. „Aber nachdem all meine Senioren immer so fleißig gekommen sind, konnte ich ja nicht gehen.“ Sie nimmt viele gute Erinnerungen an die gemeinsamen Jahre mit in den Ruhestand. „Es war eine turbulente und schöne Zeit. Schließlich haben wir nicht nur zusammen geturnt, getanzt und gesungen, wir haben auch Wanderungen gemacht. So ist auch manche Freundschaft entstanden.“

Der Übungsleiterschein bringt nochmals frischen Wind

Schwartz kam mit sechseinhalb Jahren aus Ungarn über die Zwischenstationen Allach, Allmannshausen und Linden nach Geretsried. Im Jahr 1961 trat die damals 23-Jährige dem TuS bei und kümmerte sich um die Kindergruppe. Neun Jahre später machte sie den Übungsleiterschein, um das zu legitimieren, was sie schon lange machte. „Aber nun war es wenigstens offiziell“, sagt die 77-Jährige. Ihre erste Tat mit dem frischen Schein in der Hand war die Gründung einer Frauengruppe, die Schwartz zusammen mit Liselotte Waßmann leitete. Dann folgte eine Jugendgruppe. 1982 machte die Geretsriederin schließlich eine weitere Ausbildung, um auch Senioren unterrichten zu können. Eine gute Entscheidung.

Theorie und Praxis passen nicht immer zusammen

Schwartz hält beim Erzählen über ihre Ausbildung inne und lacht. „Uns wurde nahegelegt, alles leicht und fließend zu machen, so eins-zwei-drei, eins-zwei drei.“ In der Praxis ließ sich das aber kaum umsetzen – insbesondere die Männer begehrten auf. Schwartz erinnert sich: „Mensch, Resi“, habe Hans Möbius damals zu ihr gesagt. „Wir sind doch keine Lippizaner.“ Schwartz sah das ein, denn „so wild, wie die Männer zum Warmwerden herumgebolzt haben – da half nur noch den Kopf einzuziehen.“

Schwartz hat viele andere Sportler geprägt. Angela Lampert und Margot Hoffmann zum Beispiel, die besuchten mit sechs beziehungsweise sieben Jahren die Kinderturngruppe der beliebten Trainerin. Was ist seitdem passiert? „Heute sind wir selber Übungsleiter“, erzählen sie.

Nun geht die Ära von Schwartz zu Ende. Sie möchte ihrer Familie und dem Hobby ihres Mannes – dem Imkern – mehr Zeit widmen. Zum Abschied dankte neben vielen anderen Laudatoren auch Margit Weißbach aus der Vorstandschaft des TuS der engagierten Übungsleiterin: „Toll, was Du all die Jahre über geleistet hast. Es wäre schön, wenn wir mehr hätten, die so sind wie Du.“

von Sabine Hermsdorf

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