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Hoch die Baywatch-Bojen: Nicht mehr lange, dann können Landrat Josef Niedermaier (li.) und der Geretsrieder Rathauschef Michael Müller (2. v. li.) mit den Bürgermeistern (v. li.) Hubert Oberhauser (Egling), Moritz Sappl (Eurasburg), Klaus Heilinglechner (Wolfratshausen), Anton Demmel (Königsdorf), Dr. Peter Schwaiger (Icking), Ernst Ramerth (Münsing) und Josef Hauser (Dietramszell) im interkommunalen Hallenbad schwimmen gehen. 

„Vorzeigeprojekt mit Vorbildcharakter“

Richtfest für das interkommunale Hallenbad

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Das interkommunale Hallenbad ist ein bayernweit einmaliges Projekt. Jetzt ist Richtfest gefeiert worden.  Nächsten Herbst soll es eröffnet werden. 

Geretsried – Vor knapp einem Jahr traf man sich in Geretsried zur Grundsteinlegung. Am Donnerstag fand – fast im gleichen Kreis – das Richtfest für das interkommunale Hallenbad statt. Für die Stadt Geretsried, die das Bad errichtet, ist es die bislang größte Baumaßnahme, die sie selbst stemmt.

Etwa 100 Gäste hatten sich im zukünftigen Freibereich des Schwimmbads versammelt. Sie blickten direkt auf die imposante Längsseite des Gebäudes. „Vor einiger Zeit standen wir auf der anderen Seite vor einer großen Grube“, sagte Bürgermeister Michael Müller. Inzwischen hat das Hallenbad Formen angenommen. „Man kann mit Fug und Recht sagen, dass es ein Vorzeigeprojekt mit Vorbildcharakter ist.“ Der Rathauschef erinnerte daran, dass es durchaus Phasen gegeben habe, in denen man nicht mehr an das Projekt glaubte. Acht Jahre diskutierten die Lokalpolitiker kontrovers. Unter seiner Amtsvorgängerin Cornelia Irmer fiel schließlich die Entscheidung pro interkommunales Hallenbad. Und am Ende sei das, was zähle, dass ein Projekt auch zu Ende geführt wird, lautete Müllers Devise.

Mit finanzieller Unterstützung des Landkreises sowie der Nachbargemeinden Egling, Eurasburg, Wolfratshausen, Münsing, Königsdorf, Icking und Dietramszell entsteht in Geretsried für 16,5 Millionen Euro ein Schul- und Sportbad. Geschätzte Betriebskosten: jährlich etwa 750 000 Euro, wovon die Stadt Geretsried zirka 520 000 Euro trägt. „Wir haben keine Rutsche und keine Sauna“, sagte Müller. „Es ist klar, dass das eine Kompromisslinie ist.“ Aber: Eine Sauna sei nicht vom Tisch. „Wir suchen nach wie vor einen Investor.“ Im Freibereich gebe es zudem Platz für ein Außenbecken. Energetisch versorgt wird das Bad über Fernwärme, die ein benachbartes Hackschnitzelkraftwerk liefert. Auch die Schulen seien daran bereits angeschlossen. Weitere städtische Einrichtungen noch nicht. Es sei kein Handwerker zu finden, der freie Kapazitäten habe, bedauerte Müller. Das selbe gelte für den Bau des Parkdecks mit 180 Stellplätzen. Der Bürgermeister dankte dem Freistaat, der das Bad mit 4,21 Millionen Euro bezuschusst, und allen am Bau Beteiligten. Das tat auch Landrat Josef Niedermaier.

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Hoch oben vom Dach des Gebäudes sprach Zimmerermeister Martin Scharl den Richtspruch. Drei Gläser Rotwein leerte der Handwerker. Anschließend ließ er das Glas auf dem Boden zerschellen. Das Richtfest klang bei einer bayerischen Brotzeit in der Mittelschule aus.

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Nächstes Jahr im September will man sich übrigens wieder am Schulzentrum treffen: Zu Beginn des Schuljahres 2020/2021 soll das Schwimmbad eingeweiht werden. Landrat Niedermaier will dann sein Versprechen einlösen und mit dem Dritten Geretsrieder Bürgermeister Gerhard Meinl um die Wette schwimmen.

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