Menschen drängen sich zwischen den Buden am Christkindlmarkt Geretsried
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Beliebter Treffpunkt: Der Christkindlmarkt auf dem neuen Karl-Lederer-Platz wurde 2019 gut angenommen.

Corona erschwert Planungen

Geretsried: Ringen um Christkindlmarkt am Karl-Lederer-Platz

Dicht gedrängt Glühwein trinken wird im Corona-Jahr nicht möglich sein. Wird es in Geretsried trotzdem einen Christkindlmarkt geben?

Geretsried – Für die Vereine ist der Christkindlmarkt eine willkommene Einnahmequelle, für die Bürger ein beliebter Treffpunkt im Advent. Entsprechend gespannt warten viele auf die Entscheidung, ob der Christkindlmarkt am zweiten Adventswochenende angesichts der Corona-Pandemie heuer stattfindet oder nicht. In der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Senioren, Soziales, Kultur und Sport am Dienstag war es Wolfgang Werner (SPD), der nachfragte.

„Wir sind noch dabei, corona-konforme Konzepte mit den Behörden abzuklären“, meldete Bürgermeister Michael Müller (CSU) den seit der Stadtratssitzung vergangene Woche unveränderten Sachstand. Was der Rathauschef nicht an die große Glocke hängen wollte, in der Sitzung aber dennoch öffentlich wurde, war ein Termin. Offenbar kommen die am Christkindlmarkt Beteiligten an diesem Donnerstag zu einer Besprechung zusammen. „Aber ich werde auch danach nicht mehr sagen können“, prophezeite Müller.

Kulturreferent Hans Ketelhut nutzte den Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“, um ein Lob auszusprechen. Der CSU-Stadtrat dankte den Mitarbeitern des Kulturamts für deren Engagement in den vergangenen Monaten. „Das schickt uns kulturell nach vorne“, sagte Ketelhut. Die städtische Veranstaltungsreihe „Isarsommer“ gebe Künstlern die Gelegenheit aufzutreten. Auch sei es toll gewesen, dass der Festwirt Christian Fahrenschon vor dem Verwaltungsgericht für seinen „Sommer dahoam“ gekämpft habe. Das Landratsamt hatte die Ersatzveranstaltung für den Waldsommer zunächst nicht genehmigt. „Ich bin sehr stolz, dass wir das Herz in der Hose hatten, das durchzuziehen“, so der Kulturreferent.

Die Stadt werde auch weiterhin ihr Möglichstes tun, versicherte Bürgermeister Müller. Auch das Landratsamt versuche, das Beste aus der Situation zu machen. „Das Problem ist, dass es keine ganz klaren Vorgaben gibt. Im Grunde drücken die Entscheidungen auf die unteren Behörden“, erklärte der Rathauschef. Er bat um Verständnis, dass „wir viele Veranstaltungen absagen werden müssen“, etwa das Jahresabschlussessen des Stadtrats und die Weihnachtsfeier für Senioren. „Wir arbeiten an Formaten, um Ersatz bieten zu können“, so Müller. Man könne aber nur kurzfristig entscheiden.  sw

Wolfratshausen hat eine Idee, wie ein Christkindlmarkt trotz Corona möglich wäre

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