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KaplanThomas Barendt spendet Ross und Reiter den kirchlichen Segen.

42. Silvesterritt in Gelting

Segen für Ross und Reiter

Geretsried - Bei strahlend blauem Himmel fand am Samstag der 42. Silvesterritt der Brauchtumsgruppe Gelting statt. 124 Pferde und Ponys sowie zwei Esel erhielten am Namenstag des Schutzpatrons der Haustiere den kirchlichen Segen.

Nach dem Gottesdienst in der Kirche St. Benedikt schwingt sich auch Kaplan Thomas Barendt in seinem weißen Talar auf einen der drei Kaltblüter, die am Maibaum auf ihre prominenten Reiter warten. Bürgermeister Michael Müller und Stadtrat Franz Wirtensohn steigen neben dem Geistlichen auf. Barendt wirkt zunächst etwas unsicher. Doch am Ende der kleinen Ehrenrunde, die er auf dem Rücken des braven Graubraunen dreht, lächelt er stolz. Er steigt mit Hilfe eines Holzschemels ab, geht zu dem Altar, der unterhalb der Dorfschmiede aufgebaut ist, und sagt ins Mikrofon: „Das war wunderschön. Mir hat’ s Spaß gemacht.“

Anschließend segnet der Geistliche die knapp 130 Teilnehmer des Umritts. Dreimal zieht der Tross an ihm vorbei. Beim ersten Mal versprüht der Kaplan mit dem Wedel Weihwasser, beim zweiten Mal schwenkt er das Weihrauchfass und beim dritten Mal hält er das Kreuz in die Höhe.

Bilder vom 42. Silvesterritt in Gelting

Der Silvesterritt ist seit 1975 ein fester Bestandteil des Jahresprogramms der Brauchtumsgruppe Gelting. Deren Vorsitzende Monika Holzheuer bedankt sich in ihrer Begrüßung bei der Blaskapelle Deining für die musikalische Umrahmung, bei der Stadt Geretsried für die Unterstützung sowie bei Feuerwehr, Polizei und Bayerischem Roten Kreuz, die vor Ort sind. Ohne die vielen Helfer im Hintergrund wäre die Pferdewallfahrt mit ihren jährlich 100 bis 160 Teilnehmern und den zahlreichen Zuschauern am Straßenrand nicht möglich.

von Tanja Lühr

Mehr dazu lesen Sie in der Montagsausgabe des Geretsrieder Merkur/Isar-Loisachboten.

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