„Schenk Geschenke“: Auch die zweite Auflage der Aktion lockte zahlreiche Interessierte auf den Karl-Lederer-Platz.
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„Schenk Geschenke“: Auch die zweite Auflage der Aktion lockte zahlreiche Interessierte auf den Karl-Lederer-Platz.

Geschenkaktion am Karl-Lederer-Platz

KIL und Tiny-House-Verein retten Dinge vor dem Müll

  • vonPeter Herrmann
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„Schenk Geschenke“ heißt eine Aktion des Kulturvereins Isar-Loisach und des Tiny-House-Vereins. Dinge, die nicht mehr benötigt werden, wechselten den Besitzer - zum Nulltarif.

Geretsried – Ob Sonnenbrillen, Töpfe, Kleidung, Plüschtiere oder Bücher: Die Auswahl war erneut groß – und kostenlos. Nachdem der Kulturverein Isar-Loisach (KIL) und der Tiny-House-Verein „Einfach gemeinsam Leben“ bereits vor einem halben Jahr vor der Wolfratshauser Loisachhalle erfolgreich zur Aktion „Schenk Geschenke“ aufgerufen hatten, stieß auch die Neuauflage auf dem Karl-Lederer-Platz überwiegend auf positive Resonanz.

In den Wochen zuvor konnten Bürger Gegenstände, die sie nicht mehr benötigen, bei den Vereinen abgeben. Gelagert wurden sie in einem Nebenraum des Geltinger Hinterhalt. Dabei sammelte sich so viel an, dass ein großer Hänger der Kulturbühne zum Transport ins Geretsrieder Stadtzentrum nötig war.

Lena Gneist nutzte am Sonntagnachmittag als eine der ersten die Möglichkeit zum Stöbern und wurde schnell fündig. „Einen Kissenbezug kann man immer gebrauchen“, erklärte sie. Gneist will den Stoff zu einem Sack für Wäscheklammern umgestalten. „Gelebte Ökologie und Nachhaltigkeit fängt beim Tun an“, lobte sie die Geschenkaktion. Gleich einen ganzen Karton voller Bücher, Dekoartikel und Spielsachen sammelte die Geretsriederin Selina Hoffleisch mit ihrem Lebensgefährten Andreas Reis und ihren Kindern ein. „Da die meisten Flohmärkte coronabedingt abgesagt wurden, haben wir heute das riesige Angebot gerne genutzt“, so die Mutter.

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Dass die Durchführung der ordnungsgemäß beantragten Geschenkaktion vom Landratsamt genehmigt wurde, provozierte nur in den sozialen Netzwerken einige kritische Stimmen. Vor Ort achteten die Helfer und Besucher auf Abstände und trugen größtenteils Masken. Mütter durften sich passend zum Muttertag noch Blumen mit nach Hause nehmen. Das gefiel auch dem Bundestagsabgeordneten Andreas Wagner (Linke), der am Sonntag in seiner Heimatstadt unterwegs war. „Das ist eine gute Aktion: Vielleicht find’ ich noch was für meine Frau“, sagte er.

Am Ende waren KIL-Vorsitzende Assunta Tammelleo und Thorsten Thane vom Tiny-House-Verein nicht nur wegen der eingegangenen freiwilligen Spenden zufrieden. „Wieder viele glückliche Gesichter gesehen und ganz viele Dinge vor dem Müll gerettet“, freute sich Thane.

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