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Das Geretsrieder Schulzentrum wird saniert und erweitert (hier im Bild das Gymnasium).

Sanierung und Erweiterung

Schulzentrum: Umbau verschlingt weitere Millionen

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Die Sanierung und Erweiterung des Geretsrieder Schulzentrums könnte bis zu 55 Millionen Euro verschlingen. Dafür gibt es diese Gründe.

Geretsried/Bad Tölz – Die Sanierung des Schulzentrums an der Adalbert-Stifter-Straße in Geretsried ist eine Mammutaufgabe. Der Landkreis als Sachaufwandsträger rechnet damit, dass das Vorhaben im Jahr 2026 abgeschlossen sein wird (wir berichteten). Die Gesamtkosten für die Sanierung und den Umbau während des laufenden Schulbetriebs betragen 49,5 Millionen Euro. In dieser Rechnung sind die in den kommenden gut sechs Jahren zu erwartenden Preissteigerungen jedoch noch nicht berücksichtigt. Unterm Strich könnte eine Summe zwischen 51 und 55 Millionen Euro stehen.

Die Sanierung und der Umbau des Anfang der 1970er-Jahre errichteten Gebäudekomplexes erfolgen in mehreren Abschnitten. Auf den Weg brachte der Kreistag das Maßnahmenpaket im Juli 2016, seinerzeit ging das Gremium von 37,5 Millionen Euro aus.

Zur Kostenexplosion trugen nicht nur der sogenannte Baukostenindex (jährlich steigende Preise für Arbeitsmaterial und -zeit) und „konjunkturbedingte Mehrkosten“ bei, erläuterte Hauptamtsleiter René Beysel in der Kreisbauausschusssitzung in Geretsried. Knapp 1,7 Millionen Euro seien auf „schlechte Vergaben“ zurückzuführen. Beysel sprach von einem „Mehrkosten-Rucksack“, den der Landkreis mitschleppen müsse.

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Kräftig zu Buche schlugen laut Beysel jedoch vor allem die Umplanungen mit Blick auf das jeweilige pädagogische Konzept der Realschule und des Gymnasiums. Beide Schulleiter hatten darum gebeten, Lerninseln zu schaffen. Die sollen die selbstständige Gruppenarbeit fördern. Darüber hinaus bekommt die Realschule wie berichtet ein sogenanntes Lernhaus. In dem werden Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen gemeinsam unterrichtet. 

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Wegen des erwähnten „Mehrkosten-Rucksacks“ ist das Budget des Hauptamts für dieses Jahr erschöpft. Zur Deckung der laufenden Kosten beschloss der Schul- und Bauausschuss des Kreises, „überplanmäßige Mittel“ bereitzustellen. Konkret sind das 500 000 Euro. Dieser Betrag, so die Kreisverwaltung, ist durch Minderausgaben bei Grundstückskäufen des Kreises gedeckt.  

cce

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