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Kleine Wassernixen: Im Geretsrieder Hallenbad lernten zwölf Mädchen im Kurs der Schwimmschule Aqua Fun, wie Meerjungfrauen durchs Wasser zu gleiten.

Ferienpassaktion

Schwimmen wie die Meerjungfrauen: Mädchen testen neuen Trend im Geretsrieder Bad

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Rein in den Badeanzug, Flosse an und abtauchen: „Mermaiding“, zu Deutsch Meerjungfrauenschwimmen, ist der neue Trend im Wasser. Dabei ist es anstregender, als es aussieht.

Geretsried – Türkis, blau, grün, pink, orange: Zwölf bunte Flossen blitzen aus dem blauen Wasser im Geretsrieder Hallenbad. Senkrecht nach oben gestreckt tauchen sie unter und lassen auf dem Boden neben dem Becken viele Wasserspritzer zurück. Wie bunte Fische tummeln sich die Mädchen im Wasser.

„Jetzt schwimmen wir wie die Meerjungfrauen“, ruft Oliver Page. Der 49-jährige Schwimmlehrer ist selbst in einen der Fischschwänze aus Polyester geschlüpft und zeigt den zwölf Ferienpasskindern die fließenden Bewegungen. „Wir liegen auf dem Rücken, ziehen die Knie in Richtung Brust, heben die Flosse aus dem Wasser und winken – auf und ab.“ Die kleinen Wassernixen fangen an zu üben, doch schon bald brauchen die ersten eine Pause am Beckenrand. „Ganz schön anstrengend“, sagt die acht Jahre alte Raphaela ein wenig außer Puste. „Aber es macht viel Spaß.“ Ihr grün-blaues Meerjungfrauenkostüm hat sie zum Geburtstag geschenkt bekommen, im Starnberger See hat sie die Flosse schon ausprobiert. „Im Schwimmbad ist es schon einfacher“, sagt die junge Geretsriederin, bevor sie wieder abtaucht.

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Während die kleinen Nixen durchs Wasser gleiten, durch goldene Ringe tauchen und auf dem Grund versteckte Goldmünzen suchen, schwimmt Oliver Page mit, gibt Tipps und Hilfestellung. Der Inhaber der Schwimmschule Aqua Fun in Murnau bietet das Meerjungfrau-Schwimmen seit drei Jahren an. Der Zulauf ist enorm. Page und seine sechs Mitarbeiterinnen schwimmen jedes Jahr mit rund 700 kleinen Wassernixen. „Filme wie Arielle oder die Mädchen-Serie ,H2O-Plötzlich Meerjungfrau’ haben diesen Hype vor ein paar Jahren ausgelöst“, sagt Page. Und die Faszination reißt nicht ab: Die Kurse seien ausgebucht, zu Kindergeburtstagen veranstaltet die Schwimmschule regelmäßig Mottopartys. Angehende Arielles müssen mindestens sieben Jahre alt sein und das Seepferdchen haben. Laut Page kann das Training auch helfen, einem erschreckenden Trend entgegenzuwirken. Die Ergebnisse der von der Deutsch Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) beauftragten Forsa-Umfrage im vergangenen Jahr zeigen, dass mindestens jeder zweite Grundschüler in Deutschland nicht richtig schwimmen kann. „Erst heute hat eine Mutter ihre Tochter hergebracht. Weil das Geschwisterchen auch mitmachen wollte, aber nicht schwimmen konnte, will es die Mutter nun zu einem Kurs anmelden“, erzählt Page.

So schön die farbenfrohen Kostüme leuchten – die Bewegungen sehen leichter aus, als sie tatsächlich sind. Die achtjährige Lena zieht sich ihren Fischschwanz gerade an. Sie schlüpft in das schlauchartige Leihkostüm und steckt die Füße in die Monoflosse, die aus einer mit Stoff überzogenen Plexiglasscheibe besteht.

Lena setzt die Schwimmbrille auf, das Brett zum Festhalten braucht sie nicht mehr. Das Mädchen lässt sich ins Wasser gleiten und fängt an zu schwimmen. „Gar nicht so einfach, die Beine sind zusammen, die Füße kann man nicht wirklich bewegen. Und man muss immer gerade bleiben“, sagt sie, nachdem sie eine kleine Runde durch das Becken gedreht hat. Ihre Freundin Romina kommt angeschwommen. Am Anfang sei es komisch gewesen, aber man gewöhne sich daran. „Meerjungfrau zu sein macht Spaß“, ruft Romina. Die Mädchen tauchen unter und schwimmen davon. mh

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