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Die Nordseite im Modell: Im Vordergrund ist das Rathaus zu sehen, im Hintergrund eine Häuserzeile mit fünf Stockwerken und zurückgesetztem Staffelgeschoss, das nicht aufg estockte BGZ und das sechsstöckige BGZ 2 an der Egerlandstraße. 

Neue Mitte

Karl-Lederer-Platz: Sechs Stockwerke auch auf der Nordseite ?

  • Doris Schmid
    vonDoris Schmid
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Modern und urban präsentiert sich die Südseite des Karl-Lederer-Platzes, seitdem dort die bis zu sechsgeschossigen Gebäude Puls G und Centrum 20 errichtet wurden. Die Nordseite soll nun nachziehen. 

Geretsried – Aus diesem Grund empfahl der Entwicklungs- und Planungsausschuss am Dienstag mehrheitlich, das Büro Kehrbaum Architekten mit der Erstellung eines Rahmenplans zu beauftragen. Aus der Feder des Architekturbüros stammen bereits die Pläne für die Südseite.

In der Sitzung präsentierte Büromitarbeiter Christoph Bauer Ideen für die Nordseite, und zwar für einen größeren Umgriff, der auch das BGZ und das Rathaus einschließt. Einheitlich, aber mit ein paar markanten Eckpunkten soll sich der Platz einmal darstellen. Deshalb könnte die Aufstockung auf bis zu sechs Geschosse auf der Nordseite weitergeführt würden. „Aktuell haben wir dort eine relativ niedrige Bebauung“, sagte Bauer. Die Baugenossenschaft könnte das BGZ aufstocken. Das wäre beim Eckhaus KLP 9 (das Gebäude mit dem „Subway“ im Erdgeschoss) dann ebenfalls möglich. Zum unter Denkmalschutz stehenden Rathaus hin könnte die Gebäudehöhe reduziert werden. Bauer empfahl aber mit Blick auf das Modell, „die Kante zum Platz durchlaufen zu lassen“. Nachdem die Grundstücke auf der Nordseite nach hinten raus relativ tief sind, könnten die Gebäude terrassenartig abgestuft werden. Die Fassadengestaltung ließe sich an das Puls G und das Centrum 20 anlehnen.

Bis auf Patrik Kohlert waren alle Ausschussmitglieder grundsätzlich für die Erstellung eines Rahmenplans. Der Stadtrat der Liste GER war der Meinung, dass das bis dato geltende Baurecht von vier Stockwerken ausreicht. Einige Gremiumsmitglieder forderten, die weitere Entwicklung am Platz moderat angehen zu lassen. „Die Bürger haben die Schnauze langsam voll von Baustellen“, meinte Franz Wirtensohn (CSU).

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Die Empfehlung, einen Rahmenplan erstellen zu lassen, macht laut Stadtbaurat Rainer Goldstein eine Anpassung des Bauleitverfahrens notwendig. So musste der vorhabensbezogene Bebauungsplan 115/6, der nur den Bereich KLP 9 bis zum Rathaus einschließlich Museum umfasst, aufgehoben werden. Als einziger stimmte Kohlert gegen die Aufhebung.

Baurecht schaffen

Am Karl-Lederer-Platz besteht seitens der Eigentümer der Gebäude 7, 7a und 5 Interesse, sich der Zentrumsentwicklung anzuschließen. „Hier soll zügig Baurecht geschaffen werden, um die wirtschaftliche Gesamtperspektive des Karl-Lederer-Platzes weiter zu entwickeln“, hieß es in der Sitzungsvorlage von Stadtarchitekt Christian Müller. Der Entwicklungs- und Planungsausschuss empfahl dem Stadtrat deshalb mehrheitlich, einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan (115/9) im beschleunigten Verfahren aufzustellen. Patrik Kohlert (Liste GER), Franz Wirtensohn (CSU) und seine Fraktionskollegin Karin Schmid verweigerten ihre Zustimmung.

nej

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