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Seniorin wird um ihr gesamtes Vermögen gebracht - Sparkasse springt ein

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Von: Doris Schmid

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Weg: Um 5000 Euro wurde eine Seniorin aus Geretsried erleichtert. © Symbolfoto: dpa

Um ihr angespartes Vermögen wurde eine Seniorin (81) aus Geretsried gebracht. Dann : Ein Unbekannter hob das Geld von ihrem Konto ab. Dann wendete sich das Blatt.

Geretsried – Um ihr angespartes Vermögen wurde eine Seniorin (81) aus Geretsried gebracht: Ein Unbekannter hob von ihrem Konto einen mittleren vierstelligen Euro-Betrag ab. Die Polizei hat die Ermittlungen übernommen.

Zweimal 2500 Euro abgehoben

Es passierte an einem Samstag im März: Die 81-Jährige war in einem Discounter beim Einkaufen. An diesem Tag benutzte die Seniorin ihre EC-Karte – anschließend war diese weg. Das bemerkte die Geretsriederin allerdings erst am Montag darauf. „Ich habe die Karte sofort unter der bekannten Nummer sperren lassen“, berichtet die Tochter der Seniorin im Gespräch mit unserer Zeitung – beide wollen anonym bleiben. Dienstags gingen Mutter und Tochter zur Bank – und erlebten eine böse Überraschung. Jemand hatte vom Konto der Seniorin an zwei Tagen jeweils 2500 Euro abgehoben – das gesamte Vermögen der 81-Jährigen. „Ich war total schockiert und meine Mutter natürlich am Boden zerstört“, berichtet die Tochter. Noch am selben Tag erstattete sie Anzeige bei der Polizei in Geretsried, die die Ermittlungen aufnahm. Die Sparkasse stellte den Beamten Videoaufnahmen zur Verfügung.

Doch das Geld der Seniorin war weg. „Von Seiten der Bank kam nur die vage Auskunft, dass der Betrugsfall an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet wurde“, berichtet die Tochter. „Sie machten uns keinerlei Hoffnungen, dass meine Mutter ihr gesamtes Geld jemals wieder zurückerstattet bekommt.“

In der Regel werden solche Schäden ersetzt

Dann wendete sich das Blatt. „Unsere Mitarbeiter haben sich der Sache sofort angenommen“, sagt Sparkassen-Sprecher Willi Streicher auf Nachfrage. Auf solche Situation sei die Sparkassenfinanzgruppe vorbereitet. „In der Regel werden solche Schäden – sofern sie nicht grob fahrlässig verursacht wurden – unseren Kunden erstattet.“

Die Prüfung beim zentral organisierten Haftungsfonds des Kreditinstituts könne allerdings einige Zeit in Anspruch nehmen, räumt Streicher ein. Das sei der Kundin und ihrer Tochter auch so mitgeteilt worden. Bis jetzt habe man noch kein Prüfungsergebnis dazu erhalten. „Vermutlich trägt auch die aktuelle Lage zu der Verzögerung bei“, sagt Streicher mit Blick auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie. „Um die Situation für unsere Kundin zu mildern, geht die Sparkasse in Vorleistung und hat der Kundin das Geld vorab gutgeschrieben“, so Streicher. Der mutmaßliche Betrug sei sicher belastend für die Seniorin. „Deshalb haben wir gerne unseren Beitrag dazu geleistet, dass zumindest der finanzielle Schaden behoben ist.“ Tatsächlich sei das Geld zurücküberwiesen worden, bestätigt die Tochter gegenüber unserer Zeitung.

PIN nirgends notieren

Generell seien Betrugsfälle nicht auszuschließen, sagt Streicher. „Sie passieren aber dank der Sicherheitsvorkehrungen sehr selten.“ Die Täter brauchen die Karte und die dazugehörige PIN. „Das Wichtigste ist, die PIN nirgends zu notieren, sondern auswendig zu merkend“, mahnt er. Bei der PIN-Eingabe solle darauf geachtet werden, dass sie nicht ausgespäht werden kann, zum Beispiel bei der Eingabe das Display mit der Hand abdecken. Streicher: „Wenn es Betrugsfälle gibt, werden die Schäden in der Regel für unsere Kunden ersetzt.“  nej

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