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Gute Stimmung beim ersten Treffen: Viele Kunsthandwerker haben sich im vergangenen Herbst beim Bunterkunst-Markt in Geretsried kennengelernt.

Regelmäßige Treffen sind geplant

So lief der erste Stammtisch für Kunsthandwerker

Um sich nicht aus den Augen zu verlieren, haben die Organisatoren des Bunterkunst-Markts die Teilnehmer zu einem Stammtisch eingeladen. Es war der erste seine Art.

Geretsried – Beflügelt durch den Erfolg des Bunterkunst-Markts beim Geretsrieder Kulturherbst haben Assunta Tammelleo und Andrea Weber, Erste und Zweite Vorsitzende des Kulturvereins Isar-Loisach (KIL), einen Kunsthandwerker-Stammtisch ins Leben gerufen. „Der Markt war ein voller Erfolg, Aussteller und Gäste haben eine tolle Zeit verbracht“, erinnerte Weber beim ersten Treffen im Gasthof Geiger. Das sei auch dem durchgehend guten Wetter zu verdanken gewesen. Um sich nicht aus den Augen zu verlieren und über die aufwendigen Veranstaltungen hinaus einen Austausch zu ermöglichen, planen die Initiatorinnen regelmäßige Treffen.

Der nächste Bunterkunst-Markt soll als Teil des Kulturherbsts wieder im Jahr 2020 über die Bühne gehen. Das Festival fand zuletzt im Oktober 2018 statt. Um das Kulturzelt, in dem die Besucher verschiedene Vorstellungen besuchen konnten, hatten 22 Künstler aus der Region ihre Stände aufgebaut. Dort stellten sie ihre Arbeiten aus und boten sie zum Kauf an. „Wir haben schon jetzt zahlreiche neue Interessenten, die beim nächsten Mal gerne mit dabei sein möchten“, berichtete die Zweite Vorsitzende des Vereins. Sogar ein Künstler aus Baden-Württemberg habe sich gemeldet, der vom Geretsrieder Markt erfahren hat. „Wir möchten aber daran festhalten, dass die Aussteller der Region Vorrang haben“, bekräftigte Tammelleo. Neben dieser Bedingung haben Vielfalt und Qualität oberste Priorität.

Der Vorsatz vom vergangenen Jahr, keinen Eintritt für das Festivalgelände zu verlangen, stieß bei den Anwesenden auf Zustimmung. „Dadurch kommen auch Besucher, die keine Karten für eine Vorstellung gekauft haben, an unseren Buden vorbei“, sagte Künstlerin Martina Gaydoul, die mit Papier und Pappe arbeitet.

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Auch die Rahmenbedingungen der Stadt haben sich 2018 bewährt. „Die Künstler müssen keinen Umsatz abgeben, wie es bei anderen Märkten manchmal der Fall ist“, erklärte Tammelleo. Die Ausgaben für Aussteller belaufen sich lediglich auf einen festen Betrag für die Standmiete und den Strom. „Eine sehr faire Sache“, wie Maureen Linhart fand, die Lederhandtaschen herstellt. „Schade, dass der Markt nur alle zwei Jahre stattfindet.“

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Martina Gaydoul nutzte den Kunsthandwerker-Stammtisch, um ihre Kollegen über die Verkaufsgalerie zu informieren, die sie im April zusammen mit Petra Bauer-Wolfram und Cornelia Rebhan am Untermarkt in Wolfratshausen eröffnen wird (wir berichteten). Angeboten werden selbst gefertigte Produkte regional ansässiger Künstler. Dem verwendeten Material sind dabei keine Grenzen gesetzt. „Momentan sind wir noch auf der Suche nach Künstlern, die bei dieser Idee mitmachen wollen“, sagte Gaydoul und gab an die potenziellen Mitstreiter Handzettel aus. Leonora Mitreuter

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