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Bella Italia: Einen Ehrenplatz beim Sommerkonzert der Geretsrieder Musikschule bekamen die beiden scheidenden Lehrkräfte (vorne v. li.) Hannelore Heidrich und Christa Vogel, auf dem Foto mit den beiden Schulleiterinnen Sabrina Schwenger und Sabine Beyer. 

Musikalische Reise durch Italien

So nett hat die Geretsrieder Musikschule zwei Lehrer in die Rente verabschiedet

Die Geretsrieder Musikschule hat im Rahmen ihres Sommerkonzerts die beiden langjährigen Lehrerinnen Hannelore Heidrich und Christa Vogel gebührend verabschiedet. 

Geretsried – Die Aula des Geretsrieder Schulzentrums war in den italienischen Nationalfarben dekoriert. „Bella Italia“ hieß das Motto des Sommerkonzerts der Geretsrieder Musikschule – Ausdruck südländischer Lebensfreude. Der Abend stand aber auch im Zeichen eines sehr emotionalen Abschieds. Nach gut 30 Jahren gehen die Lehrkräfte Hannelore Heidrich und Christa Vogel in den Ruhestand.

Der traditionelle Tarantella gehört immer dazu, wenn es um eine musikalische Reise durch Italien geht. Es ist der Tanz gegen den Spinnenstich, erklärte Musikschul-Geschäftsführerin Sabrina Schwenger, die mit kleinen Anekdoten durchs Programm führte. Von „O Sole Mio“ bis „Arrividerci, Roma“ – alle Schüler-Ensembles gestalteten das Sommerkonzert. 13 Akkordeons spielen derzeit im Ensemble von Anja Awiszus. Mit dabei waren auch die „Deep Strings“ von Claudia Weiss, die „Young Brass“ von Gerd Fink, die „Fanta 5+“ von Sabine Beyer, das Gitarrenorchester von Martin Ruppenstein und das Streichquartett von Gisela Bouton. Cellos, Querflöten, Blockflöten, Klavier – fast alles, was es an erlernbaren Instrumenten gibt, kam nach und nach zum Einsatz. Und der Kinderchor von Yvetta Martos sang „Volare“.

Die Ausflüge an den Schliersee waren legendär

Eingebettet in die Musik der „Capri-Fischer“ war die Verabschiedung von zwei Frauen, die sich während ihres gesamten Berufslebens für die Musikschule engagiert hatten. „Danke für Eure stets einfühlsame Arbeit und Eure tiefe Beziehung zu Schülern und Kollegen“, zollte Dr. Carmen Rieth, Vorsitzende des Musikschul-Vereins, ihren Respekt.

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Seit 1986 unterrichtete Hannelore Heidrich Blockflöte sowie musikalische Früherziehung und initiierte Theateraufführungen. Seit 1994 vertrat sie die Kollegen als Betriebsratsvorsitzende. Heidrich habe ein „Wohlfühl-Rundumpaket für die Seele geschnürt“, so Rieth. Ihre Ausflüge an den Schliersee seien legendär gewesen. „In Deinem Unterrichtsraum lag immer ein Teppich und man musste die Schuhe ausziehen“. Bei Heidrich sollte sich jeder wie zuhause fühlen.

Christa Vogel lehrte seit 1989 die Grundlagenfächer an der Schule und war ebenfalls Betriebsrätin. Sie habe geschätzt 1000 Schülern den Spaß an der Musik beigebracht. „Es war zu spüren, dass Kinder Dein Leben sind“, bedankte sich Rieth. Vogel selbst fasste ihr Berufsleben so zusammen: „Wenn man liebt, was man tut, kann man hüpfen wie ein Frosch, kann man tanzen wie ein Kreisel.“  Andrea Weber

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