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Geretsried: So will die Stadt mehr Menschen ins Zentrum lenken

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Von: Doris Schmid

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Innenstadtmanagement, Projektfonds und Infostelen: die Neue Mitte profitiert vom Sonderfond „Innenstädte beleben“.
Innenstadtmanagement, Projektfonds und Infostelen: die Neue Mitte profitiert vom Sonderfond „Innenstädte beleben“. © hl/Archiv

Geretsried will die Neue Mitte beleben. Helfen soll Geld vom Freistaat Bayern. Jetzt ist klar, wie die Stadt es investieren will. 

Geretsried – Mit mehr Leben möchte die Stadt Geretsried ihr neu gestaltetes Zentrum füllen. Schützenhilfe gibt es vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, das einen Sonderfonds aufgelegt hat. Aus diesem Topf gehen 120 000 Euro nach Geretsried. Geld, das die Kommune für ein Innenstadtmanagement, Projekte und digitale Infostelen ausgeben will.

Geretsried: So will die Stadt mehr Menschen ins Zentrum lenken

Im April hatte das Ministerium den Sonderfonds „Innenstädte beleben“ mit einem erhöhten Fördersatz von 80 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten ins Leben gerufen. Dadurch soll es Kommunen erleichtert werden, den Folgen der Corona-Pandemie in den Innenstädten aktiv entgegenzutreten. Weil die Antragsfrist knapp bemessen war, hatte die Stadt wie berichtet eine Bedarfsmitteilung eingereicht, um in den Genuss der Fördermittel zu bekommen. Im Juli bekam die Stadt Post: Landesmittel in Höhe von 120 000 Euro fließen nach Geretsried, wenn die Stadt 150 000 Euro ausgibt. Im November reichte die Stadt drei Maßnahmen bei der Regierung ein.

Innenstadt in Geretsried: Geld aus einem Fonds soll beleben

Verena Heiler-Loth, Mitarbeiterin in der Stabsstelle Wirtschaftsförderung, berichtete in der jüngsten Stadtratssitzung, wofür das Geld verwendet werden soll. So sind für die nächsten zwei Jahre 51 000 Euro für ein Innenstadtmanagement inklusive Beratung angesetzt. Ein Projektfonds zur Innenstadtentwicklung, ausgelegt auf drei Jahre, soll mit insgesamt 65 000 Euro gefüllt werden. Entscheiden über die Verwendung der Mittel soll die Geretsrieder Initiativplattform (GIP), eine Art Lenkungsgruppe, wie Heiler-Loth erklärte. Die GIP ist ein Ergebnis aus einem Workshop zur City-Offensive, der im November stattfand. Teile des Stadtrats und der Verwaltung, Vertreter der Industriegemeinschaft Geretsried (IGG) und des Einzelhandelsvereins ProCit hatten daran teilgenommen. Unter anderem sei diskutiert worden, „ob für das Stadtmarketing und Citymanagement in Geretsried eine eigene Gesellschaft gegründet werden soll oder ob wir das weiter über den Verein ProCit abwickeln“, berichtete die Rathausmitarbeiterin. Mit am Tisch saß ein Vertreter des Instituts für Marketing und Kommunalentwicklung Imakomm, das die Stadt bei diesem Prozess berät und begleitet.

Natur und Veranstaltungen in Geretsried: Stadt will Zentrum stärken

Mittel aus dem Projektfonds könnten beispielsweise in mehr Grün am Karl-Lederer-Platz investiert werden, aber auch Veranstaltungen sollen über den Fonds finanziert werden können. Außerdem sollen in der Neuen Mitte für 34 000 Euro zwei digitale Infostelen installiert werden, eine am Karl-Lederer-Platz und eine an der Egerlandstraße.

Einstimmig befürwortete das Gremium die Förderanträge zu den Projekten und beauftragte die Verwaltung, die Gelder im jeweiligen Haushaltsjahr einzustellen. Nun wartet die Stadt auf eine Rückmeldung von der Regierung von Oberbayern, um in die Ausschreibungsverfahren für die drei Projekte zu gehen.

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