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Muss nachgebessert werden? Einer abschließenden Bewertung werden bis zur Sommerpause der Johannisplatz unterzogen. Für weitere Maßnahmen sind insgesamt 136 000 Euro im Haushalt eingeplant.

Förderprogramm „Soziale Stadt“

Vorbereitung für ein Bürgerhaus in Stein

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Geretsried – Das Förderprogramm „Soziale Stadt“ geht weiter. Der Johannisplatz und der Neue Platz werden nach ihrer Sanierung einer abschließenden Bewertung unterzogen. Der Künnekeweg wird neu gestaltet. Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für das dritte Projekt: Ein Bürgerhaus im Ortsteil Stein.

Knapp 700 000 Euro hat die Sanierung des Johannisplatzes gekostet, rund 1,5 Millionen Euro waren es am Neuen Platz. Etwa die Hälfte davon wurde aus dem Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ finanziert. Als Zuschussgeber besteht die Regierung von Oberbayern auf einer so genannten Evaluierung, also einer sach- und fachgerechten Bewertung der Maßnahme. „Was ist gut gelaufen, wo muss man eventuell nachbessern“, umschreibt Andreas Porer, stellvertretender Leiter des Bauamts, die Aufgabenstellung.

Der neu gestaltete Neue Platz.

Beauftragt ist mit der Evaluierung das Büro Salm & Stegen, bisher bekannt durch die Erstellung des Einzelhandelsentwicklungskonzepts für Geretsried. „Dort sind aber auch Geografen und Stadtplaner tätig“, erklärt Porer die Wahl des Büros. Ergänzend zu den Untersuchungen von Salm & Stegen soll es vor Ort Gespräche mit den Bürgern geben. Wie berichtet sehen nicht alle Anwohner die Maßnahmen als gelungen an. Für Nachbesserungen hat die Stadt im Haushalt 2016 vorsorglich Geld eingeplant: 53 000 Euro für den Johannisplatz und 83 000 Euro für den Neuen Platz. Dazu kommen 310 000 Euro für den Umbau des Künnekewegs, also die Verbindung zwischen Neuer Platz und Sudetenstraße.
 
Bis zur Sommerpause, so Porer, soll der Abschlussbericht der Evaluierung vorliegen. Der stellvertretende Bauamtsleiter will im Vorfeld keine Bewertung abgeben. Nur so viel: Am Neuen Platz hat sich herausgestellt, dass dieser nicht blindengerecht ist. „Früher konnten sich Sehbehinderte an Ecken und Kanten orientieren, jetzt ist alles barrierefrei“, erklärt Porer. Rillen im Belag könnten die Situation für Blinde verbessern. Eventuell werde man auch den Wunsch der Anwohner nach mehr Grün Rechnung tragen. Es wurden zwar sehr viele Bäume gepflanzt, diese sind aber noch relativ klein. „Es gibt sicher das eine oder andere Detail, wo man nachjustieren kann“, sagt Porer. Dazu gehört auch die Fläche, die ursprünglich für den Grünen Markt vorgesehen war. „Gut denkbar, dass wir das nochmal in Augenschein nehmen.“

Parallel zu den Abschlussuntersuchungen an den beiden Plätzen laufen bereits die Vorbereitungen für das dritte Projekt: ein Bürgerhaus im Ortsteil Stein. Das Büro Salm & Stegen ist zunächst beauftragt, ein Stadtentwicklungkonzept für das gesamte Quartier zu erarbeiten. In der Finanzplanung der Stadt ist zwar erst nach 2019 ein Bürgerhaus vorgesehen (Kostenansatz: 3,2 Millionen Euro). Da sich die konzeptionelle Arbeit aber über eineinhalb Jahre hinziehen wird, mache es jetzt schon Sinn, in die Vorbereitungen einzusteigen, erklärt Porer. „Dann hätten wir 2017 eine Blaupause für ein Bürgerhaus und könnten in die Bürgerbeteiligung einsteigen.“ Als Standort ist das Gelände des Jugendtreffs Ein-Stein im Gespräch.

sas

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