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Die ersten Mieter sind eingezogen: Insgesamt 49 Sozialwohnungen hat die Baugenossenschaft an der Siebenbürger Straße errichtet.

Baugenossenschaft

Sozialwohnungen im Blumenviertel fertig

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Die ersten Mieter haben die Sozialwohnungen der Baugenossenschaft im Blumenviertel bezogen. Sie sind für Menschen aus drei Einkommenskategorien gedacht.

Geretsried – Nein, nicht Künstler Christo hat die alten Wohnblöcke an der Egerlandstraße 58 bis 74 verhüllt. Das war die Baugenossenschaft (BG) selbst. „Das Gerüst steht, damit abgebrochen werden kann“, erklärte Geschäftsführer Wolfgang Selig am Donnerstag in der Vertreterversammlung. Die Verhüllung sei eine Schutzmaßnahme, „damit keine Steine auf die Straße plumpsen“. Die Häuserzeile fällt demnächst, um Platz zu schaffen für das neue und moderne BGZ2.

Der Komplex mit 90 Wohnungen und Handelsflächen ist das bislang größte Projekt, das die Genossenschaft bis Ende 2022 umsetzen will. Mit zwei großen gewerblichen Ankermietern sei man derzeit im Gespräch und „auf der Zielgeraden“. Jetzt hofft man laut Selig auf Handwerker mit vernünftigen Preisen. Bereits fertig sind das dreigeschossige Parkdeck und die Wohnanlage mit Tiefgarage im Blumenviertel. 49 Sozialwohnungen für Menschen aus drei Einkommenskategorien wurden an der Siebenbürger Straße errichtet. Die ersten Mieter sind Selig zufolge schon eingezogen.

Auch ihre Bestandshäuser hat die BG im Blick. Laut Ulrich Schölderle, Vorsitzender des Aufsichtsrats, werden jährlich mehrere Millionen Euro investiert, um die Substanz zu erhalten und lebenswerten Wohnraum zu schaffen. So wurde das Hochhaus am Königsberger Weg 11 kernsaniert, am Rosenweg 37 und 41 stand die Gebäudehülle an. Auch am Marienburgweg 21 und 23 wurde renoviert, ebenso wie eine große Tiefgarage an der Sudetenstraße 1.

Auch 2020 rollt die Sanierungswelle weiter: So müssen die Mieter der Häuser am Marienburgweg 17 und 19 aus ihren Wohnungen raus, damit saniert werden kann. Ferner soll am Steiner Ring 70 bis 78 die Fassade gestrichen werden. Auch am Johannisplatz will die Genossenschaft angreifen. Dort besitzt sie 300 Wohnungen, die mittlerweile fast 50 Jahre alt sind. Da müsse man „einige Dinge“ anpacken, so Selig. Deshalb habe man ein Architekturbüro mit der Begutachtung des Quartiers beauftragt. Der Geschäftsführer schätzt, dass die Sanierung ein ganzes Jahrzehnt in Anspruch nehmen wird.

Auswirkungen auf die Mieter wird das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung haben. Nach dem Willen der Koalition soll ab 2021 auf Sprit, Heizöl und Gas eine CO2-Abgabe eingeführt werden. „Das trifft uns, wo wir mit Erdgas heizen“, sagte Selig. Er schätzt, dass auf die betroffenen Mietparteien ein kleiner, zweistelliger Betrag pro Monat zukommt.

Vertreter Bernd Stowasser sprach das Thema Elektromobilität an. Er wollte wissen, wie die BG damit in Zukunft umgehen will. Eine befriedigende Antwort hatte Selig nicht parat. Elektromobilität werde von der Politik forciert, doch es gebe gewisse Regelungslücken und noch eine Fülle an offenen Fragen.

Lesen Sie auch: Großbrand in Haus der Baugenossenschaft: Versicherung zahlt – und kündigt den Vertrag

Turnusgemäß schieden Kerstin Halba, Barbara Henkel und Bürgermeister Michael Müller aus dem Aufsichtsrat aus. Sie wurden von der Versammlung einstimmig wieder gewählt.

nej

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