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Mit Gottes Segen: Diakon Michael Baindl segnete das Beratungs-Center der Sparkasse an der Händelstraße. Nach dem offiziellen Teil konnten sich Interessierte bei einem Tag der offenen Tür die Filiale anschauen.

Geglückte Herz-OP

Sparkasse weiht Beratungs-Center an der Händelstraße ein

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Für 1,8 Millionen Euro hat die Sparkasse die Geretsrieder Filiale an der Händelstraße kernsaniert und erweitert.

Geretsried – Ihr erstes neues Beratungs-Center (BC) im Landkreis hat die Sparkasse am Freitag in Geretsried eingeweiht. Für 1,8 Millionen Euro wurde die Filiale an der Händelstraße kernsaniert und erweitert. Neben allen Dienstleistungen rund ums Geld gibt es auch einen ganz besonderen Raum.

Ansprechend sieht die neue Sparkasse aus.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, richtet sich das Kreditinstitut neu aus. Dazu gehört die Modernisierung von Filialen, die auch mit der Schließung einiger Standorte einhergeht, wie beispielsweise in Geretsried-Stein (wir berichteten). Die Filiale an der Händelstraße wurde bei laufendem Betrieb innerhalb eines halben Jahres komplett umgebaut und vergrößert. „Neu ist das erste Obergeschoss, das nun auch von der Sparkasse genutzt wird“ sagte Pressesprecher Willi Streicher. Dafür mussten zwei Wohnungen weichen. Aber, so Streicher, im nächsten Jahr soll das Gebäude aufgestockt werden. „Dort kommen wieder Wohnungen rein.“

Eigentlich erinnert nur noch das kleine Holzschaukelpferd an die alte Filiale im 1980er-Jahre Stil. Die Räume sind hell, freundlich und heimelig. Der Bezug zur Region und zum Musikerviertel, in dem der Standort liegt, ist spürbar. Auf Leinwand gezogene großformatige Fotos von Neuen Platz, der Nikolauskapelle und dem Malerwinkel hängen an den Wänden. Auch der Geretsried-Schriftzug in abgewandelter Form hat Einzug gehalten.

Dieter Krenn kennt die Filiale seit 1975. Damals begann er seine Karriere bei der Sparkasse. „Für uns war es eine Operation am offenen Herzen“, sagte der BC-Leiter über die Bauarbeiten, bei denen 9000 Meter Kabel und Leitungen, 180 Steckdosen, 70 Datenanschlüsse und 51 Leuchtdioden verbaut wurden. Das 15-köpfige Team sei froh, dass alles überstanden ist. Mitte Juli beendeten die Handwerker ihre Arbeit. „Uns macht’s Spaß“, freute sich Krenn über das neue Ambiente.

Kunden wie Mitarbeiter sollen sich in den Räumlichkeiten wohlfühlen, sagte Vorstandsvorsitzende Renate Waßmer. „Nähe, Nachbarschaft und Miteinander“, das sei der Sparkasse wichtig. Aus diesem Grund gebe es auch einen gemütlichen Raum mit einem großen „Nachbarschaftstisch“ und – ganz wichtig – Kaffeemaschine. Dort können sich Bewohner aus dem Viertel treffen und Vereine ihre Vorstandssitzung abhalten.

„Das Bankgeschäft verändert sich“, sagte Landrat und Verwaltungsratsvorsitzender Josef Niedermaier. Den großen seien die kleinen oft im Weg. Dabei würden gerade die kleinen Kreditinstitute Dienstleistungen für alle anbieten. „Woanders in Europa gibt es nicht mehr für jeden ein Konto“, meinte der Landrat.

Auch interessant: „Neue Mitte“ Geretsried: Ein Turm für die Sparkasse ?

Bürgermeister Michael Müller hob in seinem kurzen Grußwort den Mut der Sparkasse hervor, sich zu Geretsried zu bekennen und hier zu investieren. Neben dem Beratungs-Center an der Händelstraße soll noch ein zweites in der größten Stadt im Landkreis entstehen. Wie berichtet möchte die Sparkasse 2020 ihr Haus an der Egerlandstraße abreißen und durch einen Neubau ersetzen. „Wir haben vergangene Woche den Bauantrag zur Abstimmung bei der Stadt Geretsried eingereicht“, berichtete Vorstandsmitglied Christian Spindler. Für den Bebauungsplan sei außerdem noch ein Gutachten in Arbeit.

nej

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