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Erfolgreiche Sportler: Die Sieger in den Kategorien stellten sich zum Erinnerungsfoto mit allen Nominierten auf.

20 Nominierte

Sport kann sich sehen lassen: Stadt Geretsried zeichnet herausragende Athleten aus

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Bei der Sportlerehrung in den Ratsstuben zeichnete die Stadt Geretsried erneut zwanzig herausragende Athleten und Teams aus. Die jüngste Sportlerin ist gerade einmal zehn Jahre alt.

Geretsried – Die Einzelsportlerin 2019 in der Kategorie Jugend ist gerade einmal zehn Jahre alt. Valentina Pazdzierny vom Boxclub Edelweiß war eine der Geehrten, die am Samstag für ihre Leistungen ausgezeichnet wurden. Zur Sportlerehrung war der Ratsstubensaal gut gefüllt.

43 Namen von Sportlern und Mannschaften lagen der Jury, bestehend aus Mitgliedern des Ausschusses für Jugend, Senioren, Soziales, Kultur und Sport sowie den Vorsitzenden der jeweiligen Vereine, vor. Am Ende blieben in den vier Kategorien 20 Nominierte übrig (wir berichteten). „Berücksichtigt wurden dabei herausragende sportliche Leistungen, aber auch ehrenamtliches Engagement“, erklärte Sebastian Dorn, der die Veranstaltung erneut moderierte.

Sportlerehrung: Jury berücksichtigt sportliche Leistung und ehrenamtliches Engagement

Nachdem Bürgermeister Michael Müller ihren Namen verkündet hatte, nahm die zehnjährige Boxerin Valentina Pazdzierny ihre Siegerurkunde lässig entgegen. Sie hofft nun, dass sich noch mehr junge Mädchen für diese Sportart entscheiden. „Es ist schwer, Gegnerinnen in ihrer Altersgruppe zu finden“, erklärte Trainer Waleri Weinert.

In der Kategorie Einzelsportler Erwachsene hatte der Schwimmer Sebastian Scheller vom WSV 72 die Nase vorn. Im Wasser fühlen sich auch die Mädchen der Wettkampfgruppe II des Geretsrieder Gymnasiums am wohlsten. Weil sie sich trotz einer geringen Anzahl von gemeinsamen Trainingsstunden für das Bayerische Finale in Bayreuth qualifizierten, setzten sie sich in der Kategorie „Mannschaften Jugend“ durch. Die beste „erwachsene Mannschaft“, die Ultimate-Frisbee-Abteilung des TuS Geretsried, nutzte die Gelegenheit für eine Bitte an den Rathauschef: Das Team wünscht sich mehr Plätze zur Ausübung der ungewöhnlichen Sportart.

Als „Geltinger Sportminister“ ehrten Bürgermeister Michael Müller (re.) und Sportreferent Wolfgang Werner (li.) den langjährigen SV-Vorsitzenden Sepp Saller.

Viel Zeit beanspruchte die Sonderehrung für den langjährigen SV-Gelting-Vorsitzenden Sepp Saller. Sein Vorgänger Horst Huber ließ bei seiner Laudatio nahezu kein Detail aus dem Leben des 71-Jährigen aus: seine Karriere als Torhüter mit fast 600 Spielen im SVG-Trikot, seine Mitwirkung bei Bauprojekten am Vereinsgelände und seine jetzige Funktionärstätigkeit. „Ich wollte so oft aufhören, es hat einfach funktioniert“, zeigte sich Saller bescheiden. Dass der als „Geltinger Sportminister“ gewürdigte Mann seinem Verein so lange in führender Position treu blieb, wollte er nicht überbewerten. „Ich fordere die Jugend auf, auch mal ein Amt zu übernehmen.“

Geretsried: Sonderehrung für SV-Gelting-Vorsitzenden Sepp Saller 

Dass die unterhaltsame Feier des Geretsrieder Sports, die eigentlich für November 2019 vorgesehen war, um zwei Monate verschoben wurde, störte niemanden. So konnten der Bürgermeister und die vielen anwesenden Eishockeyspieler des ESC Geretsried zum Beispiel über das Eisstadion sprechen, das nun ein Dach hat. „Die Stadt hat in den vergangenen zehn Jahren rund 40 Millionen Euro in den Sport investiert“, betonte Rathauschef Müller.

Mit der baldigen Eröffnung des interkommunalen Hallenbads, der Sanierung des Eisstadions und dem Bau einer Sporthalle am Schulzentrum sind auch drei große Wünsche von Wolfgang Werner, Sportreferent des Stadtrats, in Erfüllung gegangen. „Wir sind in der Stadt nun wirklich gut aufgestellt“, zeigte er sich zufrieden.

Gelungenes Showelement: Bei der Sportlerehrung wurde nicht nur über Sport geredet. Vorführungen gab es unter anderem von der Tanzschule Takt.

Von den nominierten Sportlern wollte Moderator Dorn unter anderem wissen, wie sie sich motivieren. Die junge TuS-Hürdenläuferin Lara Holzhauer verriet, dass die letzten zwei Hindernisse vor dem Ziel die anstrengendsten seien, die Aussicht auf den Sieg aber „zusätzliche Kräfte“ verleihe. Mathias Schunk von der Segelfluggruppe Isartal betonte den kameradschaftlichen Zusammenhalt. „Bei uns stimmen nicht nur die Ergebnisse, sondern auch die Erlebnisse.“ Eindrucksvolle Videoeinspielungen von Flügen über die Alpen belegten seine Ausführungen.

Sportlerehrung Geretsried: Viele Shows auf der Bühne

Musikalisch umrahmt wurden die Preisverleihungen von der Gruppe „two & two Fine Acoustic Sounds“. Vorführungen der Tanzschule Takt, der Showtanzgruppe des TuS Geretsried, der Taekwondo-Schule Sappl und des Boxclubs Edelweiß sorgten für weitere Showelemente der mittlerweile vierten Sportlerehrung. An deren Ende war Beate Mews erleichtert: „Zum Glück hat alles wieder so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben“. Die Leiterin des Geretsrieder Sportstättenmanagements hat die Veranstaltung zusammen mit vielen Helfern organisiert.

ph

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