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Beeindruckte mit „Stella“: Die Theatergruppe der Geretsrieder Realschule. 

Theatertage an bayerischen Schulen

„Sterntaler“ in modern: Schüler präsentieren selbst geschriebenes Theaterstück

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Mit ihrem Theaterstück „Stella“ hat sich die Geretsrieder Realschule erneut für die Theatertage an bayerischen Schulen beworben. Die Vorpremiere fand in der Aula des Geretsrieder Schulzentrums statt. 

Geretsried – Nur 40 Minuten dauert das Theaterstück „Stella“ der Realschüler aus Geretsried. Es ist ein selbst geschriebenes Stück, das auf dem Kindermärchen „Sterntaler“ basiert, aber auf die heutige Zeit übertragen wurde. Die Hauptperson Stella ist ein junges Mädchen, das ganz auf sich allein gestellt ist. Doch sie zeigt Stärke und geht ihren Weg.

„Sterntaler“ auf die heutige Zeit übertragen

Mit dem Bühnenstück „Stella“ hat sich die Geretsrieder Realschule heuer zum wiederholten Mal erfolgreich für die Theatertage bayerischer Schulen beworben, die am heutigen Montag in Ergolding (Landkreis Landshut) beginnen. Am Donnerstagabend fand die Vorpremiere in der Aula des Geretsrieder Schulzentrums statt. Die Zuschauer, Eltern und Freunde der Darsteller, waren begeistert.

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Erste Szene: Schüler sitzen im Kreis und lesen auf unbeschriebenen, weißen Papierbögen symbolisch die Zeitungsschlagzeilen des Tages. Der Klang einer Ballade betont die bedrückende Anonymität. Ein Mädchen steht auf und sagt: „Es ist ein Leben in drei Worten. Wer bin ich?“

Mutige und moderne Fassung aus Sinnbild und Realismus

Das selbstentworfene Bühnenstück der Realschüler ist eine mutige und moderne Fassung aus Sinnbild und Realismus. Die Handlung der Bühnendarsteller wird durch Klaviermusik (Philo Clemens am Flügel), Percussions-Rhythmen sowie Foto- und Filmprojektionen an zwei großen Leinwänden unterstrichen.

Während im Sterntaler-Märchen ein Kind aus Barmherzigkeit alles verschenkt und mit Sterntalern dafür belohnt wird, zeigt das zeitgenössische Stück der Realschüler die Realität kalt, hart und ungeschönt. Stella hat keine Familie und kein Geld für teure Mieten. Sie lebt unter der Brücke und muss sich dem aussichtslosen Kampf im Alltag einer Obdachlosen stellen. Hoffnungs- und Zukunftslosigkeit machen sich breit. Doch Stella ist stark, hilft anderen und wird belohnt.

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Auf den Theatertagen der Bayerischen Schulen sei die Realschule Geretsried Dauergast, schwärmte Realschulleiter Christian Zingler. „Für unsere Theatergruppe ist das wie die Teilnahme an den Olympischen Spielen.“ Es werden nur sieben Schulen aus allen Bewerbern Bayerns eingeladen, um dort ihr Stück zu präsentieren. Es gibt Workshops mit Profis, es werden Kontakte geknüpft und Erfahrungen ausgetauscht. Alle zwei Jahre finden die Theatertage Bayerischer Schulen statt. „Sechs Mal hat unsere Schule erfolgreich daran teilgenommen. Es gibt keinen Preis. Mit dabei sein ist alles“, erklärte Theatergruppen-Leiterin Marcella Ide-Schweikart.

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